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Akureyrí

Akureyrí ist die viertgrößte Stadt Islands und das Zenturm im Norden der Insel. Es liegt direkt an der Nationalstraße. Die Stadt hat ca. 18000 Einwohner. Die Stadt liegt nur 50 Kilmoter südlich des nördlichen Polarkreises, der über die von dort aus mit einer Fähre erreichbaren Insel Grímsey verläuft. 1602 wurde die Stadt von Dänen als Handelsposten gegründet. Ab 1900 erlebte Akureyrí einen stürmischen Aufschwung, da eine Handelsgesellschaft gegründet wurde und mit ihren Geschäften, Lagerhäusern und angeschlossenen Unternehmen für Prosperität sorgte. Der Ausbau der Trawlerfischerei bekam der Stadt gut. Heute lebt sie von diesen sowie vom Tourisms und der High-Tech Industrie. Mittlerweilse besitzt nach die Stadt nach Reykjavik die zweite Universität. Das Bild der Stadtmitte von Akureyri ist stark durch die Evangelisch-Lutherische Kirche oberhalb der Stadtmitte geprägt. Sie wurde von dem isländischen Architekten Guðjón Samúelsson entworfen und am 17. November 1940 eingeweiht.

 
Ásbyrgi

Die hufeisenförmige Schlucht Ásbyrgi ist Teil des Jökulsárgljúfur Nationalparks in Nordisland. Besonders strake Gletscherläufe haben diese herrlichen Schlucht ihre Form gegeben. Diese ereigneten sich vor ca. 4000, 3000 und 2500 Jahren als Vulkane unter dem Vatnajökull ausbrachen. Nach den Sagas ist die Schlucht allerdings anderes entsanden. Da die Form der Schlucht an ein Hufeisen erinnert, dachten die Isländer, Odins achtbeiniges Pferd Sleipnir habe hier eine Hufe in die Erde gebohrt, was Ásbyrgi auch den Spitznamen „Odins Fußabdruck“ einbrachte. Am Ende der 3,5 km langen Schlucht findet man einen kleinen See mit üppiger Entenpopulation. Außerdem existiert hier ein für Island eher seltenes Mischwäldchen mit Bäumen. Diese konnten sich aufgrund der geschützten Lage im Inneren der Schlucht gut entwickeln.

 
Blaue Lagune

Die bekannteste Badestelle Islands ist die, einige Kilometer nördlich von Grindavík gelegene Blaue Lagune. Seit 1978 versorgt das hier ansässige geothermische Kraftwerk den Flughafen und die umliegenden Ortschaften mit Heißwasser und Strom. Die aus etwa 2.000 Metern Tiefe geförderte Salzlauge wird zum Erhitzen von Süßwasser verwendet. Das Salzwasser wird dann in ein benachbartes Auffangbecken geleitet, das nun die Blaue Lagune bildet. Diese wird inzwischen als Touristenattraktion vermarktet und verzeichnet mittlerweile jährlich über 200.000 Badegäste. Zusätzlich wurde in der Nachbarschaft eine Kurklinik errichtet. Das mineralisierte Wasser wirkt nämlich heilend bei Hautkrankheiten, wie z.B. der Schuppenflechte. Auch Hautpflegeprodukte wurden auf den Markt gebracht und sind u.a. in jedem Souvenirgeschäft in Island erhältlich. Die Blaue Lagune wurde im Sommer 1999 um einige hundert Meter verlegt und die Einrichtung modernisiert.

 
Dettifoss

Der Dettifoss ist ein Wasserfall im Norden von Island. Hier stürzt sich der Fluss Jökulsá á Fjöllum in die bis über 100 Meter tiefe Schlucht Jökulsárgljúfurin in die Tiefe. Der Glescherfluss führt im Jahr ca. 193 m³/s Wasser. Etwa einen Kilometer vor dem Dettifoss befindet sich der Wasserfall Selfoss. Dieser ist kleiner und das Wasser fällt gut 10 Meter über eine Stufe in die Tiefe. Etwa zwei Kilometer hinter dem Dettifoss befindet sich der 27 Meter hohen Hafragilsfoss. Aber keiner von beiden, ist mit ihm zu vergleichen. Über eine Breite von etwa 100 Meter ergießen sich die grau-braunen Wassermassen über 45 Meter in die Tiefe /P>

 
Dimmuborgir

Dimmuborgir ist ein Lavafeld östlich des Sees Mývatn in Island. Die bizarr geformten Steinformationen erinnern an verfallene Ruinen von Burgen und Türmen. In der isländischen Mythologie wird Dimmuborgir als Unterkunftsort von Elfen und Trollen gesehen. Durch die Witterung ist Dimmuborgir vom Verfall bedroht.

 
Dynjandi

Der Dynjandi ist der größte Wasserfall in den Westfjorden im Nordwesten Islands. Er ist 100 m hoch und breit aufgefächert. Gleich unterhalb sind mehrere kleine Wasserfälle, darunter auch der Göngufoss, hinter dem ein Durchgang existiert. Kurz danach mündet der Fluss Dynjandisá in den Arnarfjörður. Dort befindet sich ein Campingplatz. In dem Film Children of Nature – Eine Reise feiern die beiden Hauptpersonen Stella und Geiri an diesem Ort.

 
Egilsstaðir

Egilsstaðir ist mit 1.800 Einwohnern das Zentrum der Ostfjorde. Das erste Haus wurde hier erst 1944 errichtet, doch ist der Ort seit dem Bau des Inlandflughafens und der Anbindung an die Ringstraße zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Ostens geworden. Die vom europäischen Festland ankommenden Fähren legen zwar in Seyðifjörður an, aber die erste Anlaufstelle an Land ist für Touristen meistens Egilsstaðir.

 
Eldey

Eldey ist iene Felseninsel vor der Südwestküste Islands. Entsanden ist die Insel vermutlich 1210-11 bei einem Ausbruch auf dem Reykjanesrücken, einem Teil des Mittelatlantischen Rückens. Sie ist oben flach, an der höchsten Stelle 77 m hoch und bedeckt etwa 0,03 km² Fläche. Sie gilt als Vogelparadies und ist seit 1940 geschützt. Man kann sie nur mit Sondergenehmigung betreten.

 
Eldgjá

Eldgjá mit 30 km Länge die längste vulkanische Spalte der Erde. Der Ausbruch der zur Entstehung führte fand im Jahr 934 statt, bei dem schätzungsweise 9.000 Kubikmeter Lava ausflossen und sich auf einer Fläche von 900 qkm verteilte.

 
Goðafoss

Der Goðafoss ist einer der bekanntesten Wasserfälle Islands mit einer sehr interessanten Geschichte. Nach der Sage soll der Gode Þorgeir um das Jahr 1000 n. Chr. nach der beschlossenen Übernahme des Christentums als Staatsreligion die letzten heidnischen Götterbilder in den Goðafoss geworfen haben. Daher der Name Götterwasserfall. In einer Kiche in Akureyri erinnert ein Kirchenfensterbild an diese Geschichte. Am Goðafoss stürzt sich das Wasser des Skjálfandafljót über eine Breite von 30 m etwa 12 m in die Tiefe.

 
Gullfoss

Der Gullfoss ist ein Wasserfall des Flusses Hvítá im Haukadalur. Er geöhrt zu den Sehenswürdigkeiten im Golden Circle von Island. Seine durchschnittliche Wasserführung beträgt etwa 109 m³/s. Über zwei Stufen rauscht der Wasserfall. Die obere Stufe hat eine Höhe von 11m, die untere Stufe von 20m. Er ist der wohl bekannteste Wasserfall der Insel. Gullfoss wird auch der Goldene Wasserfall genannt. Der Gullfoss würde wahrscheinlich heute nicht mehr existieren wenn nicht die Tochter eines Bauern sich in den zwanziger Jahren für ihn eingesetzt hätte. Britische Spekulanten wollten hier ein riesiges Wasserkraftwerk bauen. Dank Sigríður Tómasdóttir ließen sie aber von ihrem Plan ab.

 
Hallmudarhraun Höhlen

Von den Hraunfossar ostwärts erstreckt sich das etwa 1.200 Jahre alte Lavafeld Hallmundarhraun, in dem sich die größten isländischen Höhlen befinden. Sie entstanden, als sich die Lava an der Oberfläche und am Rand abkühlte, die noch flüssige Lava im inneren des Lavastroms aber durch das Brechen eines natürlichen Staudamms plötzlich weiter fließen konnte. Zurück blieben U-Bahnschacht ähnelnde Höhlengänge.Die bekanntesten Höhlen sind Stefánshellir und Surtshellir. Letztere hat zwei Eingänge, die durch Deckeneinbrüche entstanden sind. Bei einem Gang durch die Höhle sind gute Taschenlampen und warme Kleidung unbedingt erforderlich. Auch Handschuhe sind zu empfehlen, da das Begehen der Höhle vorwiegend mit Klettern über Basaltblöcke verbunden ist. Dabei kann man sich an den scharfkantigen Felsen ernsthafte Verletzungen zuziehen. Daher sollte man die Höhlen auch keinesfalls alleine betreten. Da sie relativ selten besucht werden, ist im Falle einer Verletzung nicht mit schneller Hilfe zu rechnen.

 
Heimaey

Die Insel gehört zu den Vestmannaeyjar Inseln südlich von Island. Auf ihr befindet sich die gleichnamige Stadt mit 4040 Einwohnern. Heimaey ist mit 13,4 km² die größte und die einzig ständig bewohnte Insel der Inselgruppe. Ende Januar 1973 mußte die Insel in aller Eile evakuiert werden, da ein neuer Vulkan, der Eldfell, direkt neben der Stadt ausbrach. Wegen eines Sturmes befand sich zu dieser Zeit die gesamte Fischereiflotte der Insel im Hafen, so dass kein Mensch zu Schaden kam. Ein kleiner Teil des Ortes wurde von ausgetretener Lava verschüttet, die in Richtung der Hafeneinfahrt floss und diese zu blockieren drohte. Kurz bevor das geschah, stoppte aber der Lavastrom, so dass die Hafeneinfahrt jetzt zwar enger geworden ist, der Hafen gleichzeitig aber vor der Meeresbrandung besser geschützt ist. Fast der ganze Ort war bei dem Ausbruch von einer bis zu mehrere Meter dicken Schicht aus schwarzer Asche begraben worden. Bis auf einige im hinteren Teil der Stadt gelegene Häuser, deren Dachfirste noch mehrere Meter unter der Asche liegen, wurden die Häuser wieder ausgegraben.

 
Hekla

Die Hekla ist ein Vulkan im Süden von Island. Hekla hat eine Höhe von 1488m. Sie ist wohl der bekannteeste Vulkan der Insel und gehört zu den drei Aktivsten. Sie ist Zentralvulkan einer 40 km langen Vulkanspalte und mindestens 6600 Jahre alt. Große Eruptionen haben immer wieder das Land mit Asche und Gestein überzogen. Der Name Hekla bedeutet im deutschen die Haube. Das mag daran liegen, das die Hekla in ihren Ruhezeiten mit Schnee und einer Eisschicht bedeckt ist. Im Mittelalter wurde hier sogar das Tor zur Hölle vermutet. Bis heute konnten von der ersten Besiedlung der Insel bis heute 38 Ausbrüche nachgewiesen werden. Der letzte kleinerer Ausbruch fand 2000 statt.

 
Hraunfossa

Die Hraunfossar sind Wasserfälle des Flusses Hvítá in der Nähe der Orte Húsafell und Reykholt im Westen Islands. Der Name kommt daher, dass der Wasserfall direkt aus der Lava zu entspringen scheint. Auf einer Länge von ca. 0,7 km strömt in über hundert kleinen Wasserfällen das Wasser aus dem schwarzen Gestein. Die Entstehung dieses Naturwunders, ist leicht zu erklären. Der Fluss Hvítá versickert ein Stück über dem Wasserfall in der porösen Lava, fließt unterirdisch weiter und tritt schließlich am Hraunfossar wieder aus.

 
Húsavík

Húsavík liegt an der Skjálfandibucht im Norden des Landes. Húsavík ist für Touristen ein bekannter Ort, um Walbeobachtungsfahrten zu unternehmen. In der Nähe des Hafens befindet sich das Walmuseum. Eine Besonderheit ist das einzige Penismuseum der Welt. Es enthält bis jetzt nur Exemplare von Tieren. Der Ort eignet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region des Mývatn.

 
Hveragerði

Hveragerði oder die Gartenstadt ist bekannt für ihre Gewächshäuser, die mit Erdwärme beheizt werden. Es werden Gemüse und alle möglichen Früchte wie z.B. Bananen angebaut. Im Ort selbst findet man ein Feld mit heißen Quellen, da die Gegend zum System des Zentralvulkans Hrómundartindur gehört. Der kleine Geysir Grýla liegt am nördlichen Stadtrand.

 
Hverfjall

Der Hverfjall ist ein großer Aschekrater der zur Krafka gehört. Er befindet sich im Norden der Insel im Gebiet des Sees Mývatn. Entstanden ist er vor ca. 2500 Jahren als heißes Magma auf Grundwasser stieß. Die führte zu einer gewaltigen Wasserdampfexplosionen. Die Lava am Hverfjall ist durch Wasserdampf glasig erstarrt. Der Hverfjall hat einen Druchmesser von einem Kilomter und eine Tiefe von 140 Metern. Den Ascheringwall kann man auf einem Wanderweg besteigen.

 
Isafjörður

Isafjörður ist mit 3.500 Einwohnern die größte Stadt in den Westfjorden. Es liegt auf der Landzunge Eyri, inmitten der 700m hohen Bergwände des gleichnamigen Fjordes.

 
Jökulsarlón Gletschersee

Der Jökulsárlón ist der größte und bekannteste Gletschersee in Island. Er befindet sich direkt an Nationalstraße 1 im Osten der Insel. Gespeist wird er durch den Vatnajökull Gletscher. Mit einer Tiefe von über 150 Metern ist er auch der tiefste See der Insel. Zahlreiche Wanderwege führen um den See. Bei einer Wanderung fallen die unterschiedlichen Farben des Eises auf. Das Blau der Eisberge stammt von verschiedenen Kristallen und den Reflexion. Das Schwarz von vulkanischer Asche. Der Gletschersee diente bereits als Schauplatz für bekannte Filmproduktionen wie James Bond, Stirb an einem anderen Tag, Tomb Raider und Batman Begins. Sehr reizvoll ist eine Fahrt mit einem Schiff auf dem Glestschersee. Dabei sind die treibenden Eisberge. sowie das Kalben des Gletscher zu sehen.

 
Krafla

Die Krafla ist ein Vulkansystem mit ca. 40 Kilmoter länge. Der gleichnamige Vulkan beherrscht mit zahlreichen Kratern die Myvatn Region. Der Vulkan hat ein Höhe von 818 Metern. In den Jahren 1724-29 und 1746 öffneten sich zahlreiche Spalten und ein breiter Lavastrom zerstörte große Teile von dem Dorf Reykjahlíð. Daher entstand auch der Name des Ereignisses: Mývatn-Feuer. Die Krafla selbst brach zwischen 1975-1984 zuletzt aus. Ein großes Lavafeld, das man bei der Spalte Leirhnjúkur überqueren kann, ist allerdings immer noch warm und sendet Schwefeldämpfe aus. Seit 1977 nutzt man die geothermische Energie mittels zweier Geothermalkraftwerke, direkt am Zentralvulkan Krafla.

 
Kverkfjöll

Mit bis zu 1936 Metern ist die Gebirgskette Kverkjöll die dritthöchste in Island. Sie gehört zum Gletscherschild des Vatnajökull. Die Berge befinden sich am nordsöstlichen Rand des Gletschers. Die Gipfel sind recht steil, da sie durch den Gletscher abgeschliffen wurden. Hier befinden sich auch eingige einzigartige Eishöhlen, die aber wegen akuter Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden dürfen.

 
Laki-Krater

Die Laki Krater befinden sich im Süden der Insel. Zwischen den Gletschergebieten Mýrdalsjökull und dem Vatnajökull verläuft auf 25 km Länge ein Gebiet mit zahlreichen Erdspalten. Die Gegend hält den Weltrekord bezüglich des Ausstoßens von Lavamassen. So produzierten im Winter 1782/83 insgesamt etwa 130 Krater ein Gesamtvolumen von ungefähr 12 km³ an Lava. Dies ist die größte in historischer Zeit ausgestoßene Menge an Lava. Das hatte verheerende Folgen für das ganze Land. 10000 Menschen starben, da sich das Vieh an dem ausgestoßenes Schwefeldioxid vergiftete und die Menschen nichts mehr zur Ernährung hatten. Aber auch Menschen in Europa und insbesondere auf dem britischen Festland starben an Vergiftungserscheinungen. Hier sollen es bis zu 25.000 Menschen gewesen sein.

 
Landmannalaugar

Landmannalaugur ist ein Teil des Naturschutzgebietes Fjallabak, nördlich des Geltschers Myrdalsjökull. Die Vegetation ist sehr spärlich und beschränkt sich hauptsächlich auf Gräser und einige Weiden. Die Aktivität der Vulkane war in diesem Gebiet in der letzten Eiszeit sehr hoch. Die farbigen Ryolithberge entstanden hauptsächlich in den letzten zwei Millionen Jahren. Landmannalaugur ist mit vielen Wanderwegen durchzogen. Wanderwege führen zum Gipfel des 940 Meter hohen Bláhnúkur und zu den dampfenden Fumarolen von Brennidteinsalda. Für den Aufstieg auf den Háalda 1090 Meter benötigt man einen halben Tag. Eine richtig lange Trekkingtour führt von Landmannalaugur in das Gletschertal þorsmörk. Für den als Laugavegur bekannten Trekk werden etwa drei bis vier Tage benötigt. Hier bieten sich unbeschreibliche Blicke auf Gletscher, Vulkane und die einzigartiege Landschaft. In Landmannalaugur gibt es einen Campingplatz.

 
Latrabjarg

Die Steilküste Látrabjarg befindet sich im Westen der dünn besiedelten Westfjorde Islands. Der westlichste Punkt Islands befindet sich hier. Das Kap Bjargtangar. Látrabjarg ist etwa 14 km lang und weist bis zu 450 m hohe Klippen auf. Diese Steilküste ist ein Paradies für jeden Vogelliebhaber. Zahlreiche Arten tummeln sich hier und lassen sich herovrragend beobachten. Im Süden ist bei gutem Wetter der etwa 85 km entfernte Snæfellsjökull zu sehen.

 
Missetäter-Wüste

Die Missetäter Wüste ist mit 4.500 km² das größte zusammenhängende Lavafeld von Island. Sie befindet sich im Norden vom Vatnajökull. Im Mittelalter flohen hierhin Gesetzlose, die für vogelfrei erklärt worden waren. Zahlreiche Schilder weisen auf mögliche Sand- und Staubstürme hin. Hiervor sollten sich Autofahrer in Acht nehmen, denn der Sand wirkt wie Sandpapier auf dem Lack der Autos.

 
Mývatn

Der Mývatn, oder auch Mückensee, hat seinen Namen von den im Sommer teilweise großen Mückenschwärmen. Daher rührt auch der Fischreichtum und die große Entenpopulation. Die meisten Mücken stechen allerdings nicht. Der See hat eine Größe von 37 km² und ist damit der viertgrößte See des Landes. Er ist an der tiefsten Stelle nur etwa 4,5 Meter tief. Als Ziel für Touristen bietet er sich vor allem wegen der äußerst vielseitigen Lavaformationen und dem recht aktiven Vulkanismus an. Dieser geht von dem ca. 45 Kilometer langen Vulkansystem des Zentralvulkans Krafla aus. Die letzten Ausbrüche in der Gegend fanden von 1975 - 1984 statt. Die Umgebung des Sees ist von zahlreichen vulkanischen Naturwundern geprägt. Nicht weit entfernt befindet sich der vulkanische Explosionskrater des Hverfjall den man besteigen kann und von dem sich ein herrlicher Blick bietet. Unterhalb des Hverfjall liegt das Gebiet Dimmuborgir. Hier sind zahlreiche Lavaskulpturen zu sehen, die durch erkaltete Lava entstanden sind. Die ehemaligen Badegrotten Grjótagjá und Stóragjá können aufgrund der angestiegenen Temperaturen nicht mehr zum Baden genützt werden. In ihrer Nähe erkennt man eine sichtbare Spalte, die hier die eurasische von der amerikanischen Platte trennt. Die Kirche des Ortes Reykjahlíð am Ufer des Sees wurde im 18. Jahrhundert gerad noch von der Lava verschont.

 
Namaskjað

Der Name Namaskjað stammt von der Schwefelgewinnung, die hier bis Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte. Der Pass Námaskarð befindet sich im Norden von Island am See Mývatn. Das Gebiet zeichnet sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Thermalquellen, kochender Schlammtöpfe, sowie Solfataren aus. Diesen Ort sollte man unbedingt besuchen und bei einem Spaziergang die Kraft der Erde spüren.

 
Reykjavik

Geschaffen durch die Energie der Erde und prall voller Energie einer kosmopolitischen Metropole, umgeben von unbelasteter Natur ist Reykjavik eine Stadt atemberaubender Kontraste. Kleine, wellblechverkleidete Holzhäuser liegen unmittelbar neben futuristischen Glasbauten, Kulturzentren liegen nur Minuten von rauem, vulkanischem Gebiet entfernt, und internationale Einflüsse verbinden sich mit isländischen Traditionen, um eine einzigartige Kultur zu schaffen, in der das Hergebrachte die Moderne umschliesst. Reykjavík hat allen etwas zu bieten. Ob Sie die quirlige Energie der kosmopolitischen Stadt suchen, die tobende Energie im Boden unter Ihren Füssen, oder die stille, grüne Energie der Landschaft vor den Stadttoren — die Stadt verheisst in jedem Fall einen nachhaltigen Besuch und sollte auf einer Island Reise besucht werden.

 
Seljalandsfoss

Der Seljalandfoss befindet sich im Süden der Insel an der Ringstraße. Mit einer Höhe von 65 Metern gehört er sicherlich nicht zu den Größten aber eine Besonderheit macht ihn einzigartig. Ein teilweiser rutschiger Weg für direkt zum Wasserfall. Nun macht der Weg eine kleine Biegung und man kann direkt hinter ihm entlang gehen. Nur wenige Kilometer weiter Richtung Osten befindet sich der mächtigere Skógafoss. Dieser stürzt sich aus 62 Metern in die Tiefe.

 
Skaftafell

Der Skaftafell Nationalpark gehört zum Vatnajökull Nationalpark und liegt zwischen Kirkjubæjarklaustur und Höfn im Süden Islands. Er ist mit einer Größe von 4.800 km² der Größte in Europa. Gegründet wurde dieser herliche Park am 17.9.1967. Die Landschaft erinnert an die Alpen wurden aber unter den Einflüssen von Wasser und Feuer gebildet. Im Sommer scheint hier öfter als im Land die Sonne. Das liegt an einem Kleinklima das hier besteht. Im Gegensatz zum Rest der Insel gibt es hier einen ausgedehnten Birkenwald, der vorallem gedeiht seid man das Weiden der Schafe verboten hat. Der sehr reizvolle Wasserfall Svartifoss, mit seinen scharzen Basaltsäulen ist zu erwandern. In dem Nationalpark befindet sich ein herrlicher Campingplatz und der Park ist durch Wanderwege gut erschlossen.

 
Snæfellsnes Halbinsel

Eine ca. 300 km lange Fahrt um die Halbinsel Snæfellsnes zeigt "Island en miniature", so wird die Halbinsel jedenfalls häufig beschrieben. An ihrer westlichen Spitze liegt der Snæfellsjökull. Dieser 11 qkm große Gletscher bedeckt einen 1.446 m hohen Stratovulkan. Es heißt, der Berg habe eine "magische" Ausstrahlung und Anziehungskraft. Jules Vernes wählte ihn in seinem bekannten Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde" als Einstieg in das Erdinnere. Auch in dem Roman "Am Gletscher" des isländischen Autors und Nobelpreisträgers Halldór Laxness spielen sich am Fuße des Gletschers mysteriöse Dinge ab, die nicht irdisch zu sein scheinen. Die Erstbesteigung des Snæfellsjökull fand erst im Jahre 1754 durch zwei in Kopenhagen studierende Isländer statt. Heute ist eine Besteigung kein großes Problem, jedoch ist im Sommer vermehrt mit Gletscherspalten zu rechnen. Die günstigste Zeit für eine Besteigung ist in den Monaten von März bis Mai. Bei klarem Wetter kann man von hier bis Reykjavík sehen.An der Nordküste der Halbinsel liegt der kleine Fischerort Ólafsvík (1.080 Einwohner). Er war der erste Ort Islands, der vom dänischen König eine offizielle Handelslizenz erhielt. Bei einem kurzen Aufenthalt lohnt sich ein Besuch des Seemannsgartens. Weiter östlich auf der Halbinsel passiert man den 436 Meter hohen Berg Kirkjufell. Er ist das Wahrzeichen der rund 850 Einwohner zählenden Stadt Grundarfjörður am Ende des gleichnamigen Fjordes.

 
Strokkur

Der Geysir Strokkur, auch Butterfass genannt, schleudert in regelmäßigen Abständen von 8-10 Minuten Wasser und Dampf bis über 25 Meter in die Höhe. Er befindet sich neben dem nur noch selten ausbrechenden Großen Geysir im Heißwassertal Haukadalur im Süden der Insel. Das Haukadalur mit seinen Geysiren gehört neben Þingvellir und dem Wasserfall Gullfoss zum Golden Circle, den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Süden Islands.

 
Thingvellir

Thingvellir liegt inmitten einer Grabenbruchlinie und ist von aktiven Vulkansystemen umgeben. Hier wird das Auseinanderdirften von der europäischen und amerikanischen tekonischen Platte sichtbar. Häufige Erdbeben sind ein Zeichen für die tekonischen Aktivitäten. In den letzten 10.000 Jahren ist das Land um 70 Meter auseinander gedirftet und der Talboden hat sich um 40 Meter gesenkt. Der Ort gehört mit dem Wasserfall Gullfoss und dem Geysiren des Haukadalur zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands, dem Golden Circle. Zu dem Nationlapark gehört auch Þingvellir. Hier wurde um 930 die traditionelle gesetzgebende Versammlung Alþing abgehalten. Es handelt sich um eines der ältesten Parlamente der Welt. An diesem historischen Ort wurde am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen

 
Vatnajökull

Der Vatnajökull, der Gewässergletscher, ist der größte Gletscher Islands und Europas. Er befindet sich im Südosten der Insel und bedeckt mit einer Fläche von 8.100 km² etwa 8% der Gesamtfläche Islands. Die Eisschicht ist bis zu 1000 Metern dick. Unter ihm liegen einige der aktivsten Vulkane, die Island zu bieten hat. Ein Großteil vom Vatnajökull befinden sich im Skaftafell Nationalpark. Die höchste Erhebung Islands, der Vulkan Hvannadalshnjúkur 2119 Meter ist hier zu finden. Am 1. November 2004 fand der neueste Ausbruch am zum Grímsvötnsystem gehörigen Gjálp statt, der eine Flut über den Skeiðarársandur schickte. Die Überschwemmung kam jedoch micht an die Flut von 1996 heran und betrug an ihrem Höchststand nur 2.000 m³/Sek.

 
Vík í Mýrdal

Vík í Mýrdal ist der südlichste Ort Islands. Er liegt in der isländischen Gemeinde Mýrdalur und hat 279 Einwohner. Vík stellt für die Bewohner rund um den Mýrdalsjökull ein wichtiges Dienstleistungs- und Versorgungszentrum dar. 1991 wurde der Strand von Vik vom „Islands Magazine“ zu einem der 10 schönsten Strände der Welt gewählt. Dieser besteht aus schwarzer Lava und das Meer davor ist häufig wild und aufgewühlt. Am Strand gibt es schwarze Felsnadeln, die laut einer Saga versteinerte Trolle seon sollen. An die vor der isländischen Küste untergegangenen 83 deutschen Fischdampfer erinnert ein Gedenkstein. Der nahe gelegene Felsen Reynisfjall ist ein guter Beobachtungsort für Ornithologen: So findet man dort im Juni und Juli zahlreiche Papageitaucher und Eissturmvögel. Von der Klippe, die sich 120 m hoch westlich über Vík erhebt, erschließt sich der Blick ins Umland. Auch von der vulkanischen Halbinsel Kap Dyrhólaey, etwa 20 km entfernt Richtung Westen gelegen, hat man einen guten Blick auf die Küste.

 
Vestmannaeyjar (Westmänner-Inseln)

Die Westmänner Inseln sind eine kleine Inselgruppe aus der Kraft der Vulkane entsanden, südlich von Island. Die Inselgruppe besteht aus 14 Inseln und eingigen kleinen Felsen die aus dem Meer ragen. Weltbekannt wurden die Inseln in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Am 14. November 1963 entdeckten Fischer etwa 20km südwestlich von Heimaey, der größten der Inseln der Westmännergruppe, die aus dem Meer aufsteigende Rauchsäule eines Vulkanausbruchs. Im Laufe der nächsten dreieinhalb Jahre entstand die Insel Surtsey, benannt nach dem Feuerriesen Surtur. Über Heimaey, die einzige ständig bewohnte Insel der Westmänner, brach das Unglück in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 1973 herein. Ohne Vorankündigung öffnete sich nur einige hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt eine fast 2km lange Eruptionsspalte mit mehrere Kratern und riß die rund 5000 Einwohner der Insel aus dem Schlaf. Wegen des schlechten Wetters lag in dieser Nacht praktisch die gesamte Fischereiflotte von Heimaey im Hafen. Diesem Umstand ist es wohl zu verdanken, daß die Insel innerhalb weniger Stunden evakuiert werden konnte und niemand ernsthaft zu Schaden kam.

 
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