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Ägina

(84 qkm - 11.000 Einwohner) Ägina ist die größte der Saronischen Inseln. Da viele Athener am Wochenende hierher kommen, gibt es in Ägina-Stadt viele Tavernen und Cafes an der langgezogenen Hafenmole. Ebenfalls gibt es in diesem Ort mehrere Hotels. Der zweite beliebte Ort auf Ägina ist Agia Marina an der Ostküste und ist gleichzeitig die Touristen-Hochburg. In den letzten Jahren sind hier viele neue und große Hotels gebaut worden. Durch die Touristenströme ist es am Strand teilweise ziemlich überfüllt. Hauptsehenswürdigkeit der Insel ist der Aphaia-Tempel, der 12 Kilometer von Ägina-Stadt im Nordosten der Insel steht. Dieser dorische Tempel, der auf einer Anhöhe liegt, wurde 490 v. Chr. erbaut und ist verhältnismäßig gut erhalten. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf Agia Marina und den Saronischen Golf.

 
Akropolis

Sie liegt auf einem ca. 40 Hektar großen Felsplateau (270 Meter lang, bis zu 156 Meter breit und 156 Meter hoch). Die Hauptsehenswürdigkeit ist der berühmte Parthenon, ein von Säulen getragener Tempel mit Außenmaßen von ca. 31 x 70 Metern und einer Höhe von ca. 10,5 Metern. Ein Meisterwerk der Architektur. Dieser klassische dorische Tempel besteht aus Marmor und steht auf einem Unterbau aus Kalkstein (447 bis 432 v. Chr. erbaut) und wurde der Göttin Athena geweiht. Das Erechtheion mit der Korenhalle (ein Vorbau am Erechtheion dessen Dach von Mädchenstatuen getragen wird) ist ein unsymmetrischer Bau und gehört wegen des komplizierten Aufbaus zu den schönsten Bauten der griechischen Antike (421 bis 406 vor Christi erbaut). Der Niketempel mit seinen ionischen Säulen - benannt nach der Sieges-Göttin - steht auf einem Vorsprung im Südwesten der Akropolis, dem sogenannten Pyrgos. (424 vor Christi). Im Akropolis-Museum findet man eine umfangreiche Sammlung der schönsten Stücke von der Akropolis (u.a. Statuen, Keramiken und Fragmente des Parthenon-Frieses)

 
Alonissos

(62 qkm - 2.500 Einwohner) Ruhig geht es auf der kleinen Insel Alonissos zu, die zu den Nördlichen Sporaden gehört. Zwar hat in den letzten Jahren auch auf dieser Insel der Tourismus Einzug gehalten, dieses aber nur in einem überschaubaren Rahmen. Die Einwohner der Insel leben noch hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem Fischfang. Auch auf Alonissos gibt es mehrere schöne Strände, die aber zum Teil nur schwierig zu erreichen sind, da noch lange nicht alle Straßen der Insel geteert sind und einige nur auf einem Trampelpfad zu erreichen sind. Der ehemalige Hauptort der Insel heißt ebenfalls Alonissos und liegt nicht weit vom Hafenort Patitiri entfernt, wo auch die Fähren anlegen. Patitiri ist erst Mitte des 20. Jahrhunderts entstand, als die Regierung von Griechenland beschloss, die Insel an das Verkehrsnetz anzuschließen. Nachdem der Ort Alonissos 1965 von einem Erdbeben heimgesucht wurde, zogen die meisten der noch verbliebenen Einwohner hinunter nach Patitiri. Mittlerweile sind viele der leerstehenden Häuser an Ausländer verkauft worden, die sich hier ein Feriendomizil geschaffen haben. Die Strände an der Ostküste sind von Land aus nur schwer zu erreichen. Dafür fahren kleine Boote von Patitiri mit den Badegästen in die verschiedenen Buchten. Zu den schönsten Stränden gehören Kokkino Kastro und Agios Dimitrios. An der Südküste gibt es einige Strände, die man von Patitiri zu Fuß oder mit dem Moped erreichen kann.

 
Andros

(380 qkm - 9.000 Einwohner) Andros ist die nördlichste Kykladeninsel. Sie ist eine der wenigen Inseln, die per Fähre nicht von Piräus angelaufen wird, sondern nur von Rafina. Die Insel ist üppig bewaldet, in den Tälern findet man große Zitrusplantagen, es gibt viel Wasser und die Häuser haben meist rote Ziegeldächer - alles, was ansonsten kaum auf die anderen Kykladen-Inseln zutrifft. Und Andros ist eine reiche Insel, denn von hier kommen zahlreiche Großreeder und diese lassen ihre Insel durch Stiftungen u.ä. am Erfolg teilhaben. Der Tourismus ist hier - vielleicht auch wegen des Wohlstandes - nur wenig ausgeprägt. Andros-Stadt liegt an der Ostküste und ist eine wohlhabende Stadt mit mehreren großen Villen. Die Altstadt ist recht schön und lädt zu einem Spaziergang ein, sehenswert ist das moderne Archäologische Museum.

 
Astipalea

(97 qkm - 1.100 Einwohner): Diese Insel liegt im Westen der Ägäis in Richtung Kykladen und ist etwas weiter entfernt von den meisten anderen Dodekanes-Inseln. Der Baustil auf der Insel erinnert auch viel mehr an die Kykladen-Inseln. Die Insel ähnelt einem großen H - zwei Inselhälften, die durch eine nicht einmal 200 Meter breite Landenge (Isthmus) miteinander verbunden sind. Es gibt auf Astipalea nur wenige Hotels. Pauschaltourismus gibt es bisher auf der Insel nicht, nur wenige Individualreisende kommen hierher oder Ausländer, die sich ein kleines Haus gekauft haben. Hauptort ist Pera Gialo , wo sich die weißen Häuser die Chora hinauf bis zur venezianischen Burg ziehen und sieben Windmühlen auf einem Bergkamm stehen - ein wirklich schöner Anblick.

 
Athen

Die Hauptstadt Griechenlands ist eine Stadt der Gegensätze - hektische Metropole und gleichzeitig eine Stadt mit unvergleichbaren Sehenswürdigkeiten (z.B. die Akropolis, das Nationalmuseum, die Plaka und die antike Agora). Diese Gegensätze machen aber auch den Charme der Metropole aus. Einschließlich der Außenbezirke leben hier ca. 4,5 Millionen Menschen - über 1/3 der Gesamtbevölkerung Griechenlands. Fast jeden Tag gibt es in der Innenstadt einen Verkehrsinfarkt. Autofahren macht hier wirklich keinen Spaß. Die Plaka ist die Altstadt von Athen und liegt direkt unterhalb der Akropolis. Der gesamte Bereich ist mittlerweile fast ausschließlich eine Fußgängerzone. Viele enge Gassen und Stufen ziehen sich den Hang in Richtung Akropolis hinauf. In den größeren Straßen (z.B. in der Odos Adrianou) herrscht der reine Touristenrummel - Souvenirläden mit viel Kitsch, Boutiquen, Tavernen und Bouzouki-Lokale wechseln sich ab. Aber schon etwas abseits dieser Touristen-Meilen wird es wesentlich beschaulicher. Verstreut zwischen den bis zu 150 Jahre alten Häusern stößt man immer wieder auf kleine Kirchen und antike Ruinen. Besonders an den vielen schönen Sommerabenden hat die Plaka einen unverwechselbaren Flair. Nach einem Spaziergang sollte man sich in eine der Freilufttavernen (vielleicht noch mit Blick auf die angeleuchtete Akropolis) setzen, sich etwas zu Essen bestellen und bei einem guten Glas Wein die Atmosphäre genießen.

 
Athos

Athos wird auch als der "Heilige Berg" bezeichnet. Er liegt auf der Halbinsel Chalkidiki und dort auf dem östlichsten (äußersten) der drei "Finger". Athos ist ca. 330 qkm groß und ca. 50 km lang. Hier leben in ca. 20 Klöstern etwa 2.000 Mönche. Der Besuch der Mönchsrepublik, die einen halbautonomen Status genießt, ist nur Männern gestattet. Und auch diese müssen mindestens 21 Jahre alt sein und eine Erlaubnis haben. Dazu muss man sein spezielles Interesse für das Klosterleben, die Kultur bzw. die griechisch-orthodoxe Kirche bekunden. Es ist ratsam, sich ein Empfehlungsschreiben von der entsprechenden Botschaft in Athen oder Thessaloniki zu besorgen. Dieses Empfehlungsschreiben muss man dann beim Ministerium von Makedonien und Thrakien in Thessaloniki oder dem Außenministerium in Athen vorlegen. Dort erhält man dann eine Erlaubnis für 4 Tage Aufenthalt auf Athos. Pro Tag dürfen aber maximal 10 nicht orthodoxe männliche Besucher einreisen. Mit einem Boot fährt man dann von Ouranopoli nach Daphni, einem Hafen an der Südwestküste von Athos. Einige Vorschriften müssen noch beachtet werden: dezente Kleidung (also lange Hosen und keine T-Shirts , keine Video- und Filmaufnahmen, das Fotografieren in Kirchen und das Baden in Sichtweite zu Klöstern ist verboten. Besuchenswert sind besonders das Kloster Agios Panteleimonos , welches von russischen Mönchen erbaut wurde (und auch das Erscheinungsbild sehr den russischen Einfluss erkennen lässt), das Kloster Simonos Petras, welches auf einer Klippe liegt und Moni Dionysios, welches auf einer Felsspitze im Südwesten der Halbinsel liegt. Der Berg Athos selbst ist 2.033 Meter hoch und von einem stark bewaldeten Gebiet umgeben. Frauen (und natürlich auch Männer, die keine Aufenthaltsgenehmigung haben) bleibt nur die Möglichkeit einer Schiffstour um Athos herum. Man kann dann einige der Klöster sehen. Da die Boote aber einen Mindestabstand von 500 Metern zum Ufer einhalten müssen, ist die Mitnahme eines Fernglases empfehlenswert. Wer die wirklich schönen Klöster, die in Küstennähe liegen, fotografieren möchte, sollte einen Fotoapparat mit ausreichendem Teleobjektiv besitzen.

 
Attika

Attika ist die Halbinsel südlich von Athen. Dieses Gebiet zählt zu den beliebtesten Ferienregionen Griechenlands - jedoch mehr für die Griechen, deutschsprachige Urlauber trifft man hier noch nicht so häufig an. Es ist auch das Naherholungsgebiet für die Athener. Die Strände an der Apollo-Küste sind feinsandig und ziemlich breit. Die Strände beginnen schon kurz hinter dem Flughafen von Athen und erstrecken sich über viele Kilometer. Es gibt mondäne und elegante Badeorte mit vielen noblen Hotels.

 
Chalkidiki

Im Nordosten Griechenlands liegt Chalkidiki, eine Halbinsel mit üppig grüner Vegetation. Hier kann man einen perfekten Badeurlaub verbringen, denn es gibt zahllose sehr schöne Sandstrände. Zielflughafen, um Urlaub auf Chalkidiki zu machen ist Thessaloniki. Chalkidiki besteht aus drei "Fingern" - den Halbinseln Kassandra, Sithonia und Athos und gehört zur Provinz Zentral-Makedonien. Kassandra ist der touristisch am besten erschlossene Teil von Chalkidiki. Viel größere Hotels liegen auf dieser Halbinsel, wo es auch die schönsten Strände gibt. Kassandra ist nicht so gebirgig wie die anderen beiden Halbinseln. Hauptort ist der Ort Kassandria, der im Binnenland liegt. Der mittlere "Finger" ist Sithonia und vom Tourismus bisher noch nicht so stark vereinnahmt worden. Hier findet man noch zahlreiche ruhige und gemütliche kleine Bergdörfer und Küstenorte. Auch auf Sithonia sind die Strände überwiegend sehr schön und feinsandig. Die Landschaft ist wesentlich gebirgiger - der höchste Berg erreicht immerhin 808 Meter. Große Teile von Sithonia sind mit Kiefernwäldern bewachsen.

 
Chios

Chios (842 qkm - 48.000 Einwohner) ist die größte der Nordostägäischen Inseln, die fünftgrößte Griechenlands und ist eine wohlhabende Insel. Der Wohlstand kommt aber nicht vom Tourismus, sondern die Seefahrt und besonders der Mastix-Strauch haben der Insel das Geld gebracht. Aus dem Mastix-Strauch wird ein Harz gewonnen, das als Aromastoff für Süßigkeiten, Kaugummis und Parfüms dient und zur Herstellung von Klebstoff und Farben verwendet wird. Seit der Antike wird dem Harz auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Der Strauch wächst im Süden der Insel. Chios-Stadt (ca. 24.000 Einwohner) liegt an der Ostküste der Insel und besitzt noch mehrere Gebäude aus der Türken-Herrschaft. Die Stadt hat ansonsten nicht sehr viele alte Bauten, was daran liegt, dass die Stadt 1822 von den Türken niedergebrannt wurde und zusätzlich 1881 durch ein Erdbeben stark zerstört wurde.

 
Delos

Die kleine Insel Delos (ca. 3,5 qkm) liegt in der Nähe von Mykonos und ist mit Ausflugsbooten in ca. 30 Minuten zu erreichen. Sie gehört zu den Kykladen-Inseln, ist unbewohnt, baumlos und eine einzige Ausgrabungsstätte. Ein Besuch ist für diejenigen Pflicht, die sich für Mythologie und Archäologie interessieren. Delos wird als heilige Insel bezeichnet, da hier der Geburtsort von Apollo und Artemis ist. In der Antike war Delos einer der Mittelpunkte der griechischen Kultur und das bedeutendste Heiligtum der griechischen Inselwelt. Die älteste Siedlung stammt aus dem 3. Jh. vor Christi. Die Löwenterrasse ist die bekannteste Sehenswürdigkeit. Nachbauten sollen aufgestellt werden bzw. stehen dort zwischenzeitlich schon. Im Museum werden viele Funde ausgestellt. Sehenswert sind auch das Theater, und das Haus des Hermes. Vom Kynthos-Hügel (113 Meter) hat man einen herrlichen Ausblick und kann bei schönem Wetter Mykonos, Tinos, Naxos, Paros und Siros sehen. Geht man den Hügel Richtung Westen zur Anlagestelle der Ausflugsboote hinunter, kommt man zur antiken Stadt. In den überwiegend gut erhaltenen Häusern findet man sehr schöne Mosaikböden, einige sogar mit Steinchen aus Halbedelsteinen.

 
Delphi

Eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Griechenlands in landschaftlich besonders reizvoller Lage ist Delphi, das in der Antike das größte Apollon-Heiligtum auf dem Festland besaß. Man sah in Delphi den Mittelpunkt der Welt und den Ruhm erlangte diese Stätte durch das Orakel. Delphi liegt ca. 600 Meter hoch am Südwesthang des Parnaßgebirges. Die Ausgrabungsstätte befindet sich ca. 1 km vor dem Dorf Delphi ober- und unterhalb der Hauptstraße. Im Bereich der oberen Ausgrabungen befindet sich auch das Museum. Den Rundgang beginnt man auf der Heiligen Straße mit zahlreichen Denkmälern und mehreren Schatzhäusern. Etwas weiter oben stehen dann die Überreste des Apollon-Tempels, der 60 Meter lang und 24 Meter breit war. Dieses Bauwerk wurde mehrfach zerstört. Der letzte Aufbau erfolgte von 370 bis 330 v. Chr. Hier war auch das zuhause des Orakels. Oberhalb des Tempels liegt dann das Theater, welches auf seinen 35 Sitzreihen bis zu 5.000 Zuschauern Platz bot. Es stammt aus dem 4. Jh. v. Chr. und wurde im 2. Jh. v. Chr. restauriert. Unterhalb der Straße liegen weitere Ausgrabungen und Baudenkmäler. Hier liegt auch das Athena-Heiligtum. Zunächst kommt man jedoch am antiken Gymnasion aus dem 4. Jh. v. Chr. vorbei. Viel ist von diesem Bauwerk, das auf zwei Terrassen stand, nicht mehr erhalten. Ein Stückchen unterhalb des Gymnasions befindet sich dann das Athena-Heiligtum (Athena wurde als Tempelhüterin und Göttin verehrt) mit der berühmten und sehr gut erhaltenen Tholos. Dieser beeindruckende Rundbau wurde zwischen 390 und 380 v. Chr. erbaut. Sein Zweck ist bis heute nicht bekannt. Von den ehemals zwanzig dorischen Säulen konnten drei wieder aufgebaut werden. Zum Athena-Heiligtum gehörten noch der alte und der neue Athena-Tempel, das Schatzhaus von Massalia und ein dorisches Schatzhaus.

 
Dodekanes

Die Inselgruppe des Dodekanes umfasst insgesamt 19 bewohnte Inseln. Es gehören dazu: Rhodos, Kos, Karpathos, Kalymnos, Leros, Patmos, Tilos, Nissyros, Symi, Kassos, Astipalea und Kastellorizo. Auf ihnen leben ca. 180.000 Menschen (davon auf Rhodos ca. 100.000, auf Kos ca. 27.000, auf Kalymnos ca. 16.000 und auf Karpathos ca. 6.500). Die bekanntesten Inseln sind Rhodos, Kos und Karpathos, die auch mit Charterflügen zu erreichen sind. Die anderen Inseln können überwiegend nur mit dem Schiff erreicht werden, einige wenige auch mit kleinen Flugzeugen von Olympic Airways. Inselhüpfen ist also auch auf dem Dodekanes möglich. Das Klima auf den Dodekanes-Inseln ist mediterran - also weitgehend trockene Sommer und milden, frostfreien Wintern. Durch die höheren Berge und die Nähe zum türkischen Festland mit den dortigen Gebirgen, regnet es auf Rhodos in den Monaten Januar und Februar häufiger als auf den übrigen Inseln. Rhodos ist daher auch die grünste Insel im Dodekanes. Die Fauna ist am schönsten von April bis Mitte Juni, wenn viele Pflanzen in Blüte stehen.

 
Epidauros

Epidauros, das Heiligtum des Asklepios, liegt auf dem Peloponnes (ca. 30 km entfernt von der schönen Stadt Nafplion). Die antike Stätte ist von einem Pinienwald umgeben und war früher ein Kurort. Das berühmte Theater wurde im 3. Jh. v. Chr. erbaut und im 2. Jh. v. Chr. erweitert. Nach der Erweiterung hat das Theater 55 Sitzreihen und bietet Platz für ca. 13.000 Besucher. Vor der Erweiterung waren es ca. 6.000 Menschen, die Platz fanden. Das Theater liegt sehr schön am Hang des Kynortion-Berges und fügt sich in die Landschaft ein. Kein anderes Amphitheater Griechenlands ist so gut erhalten. Auch heute noch werden hier im Sommer antike Theaterstücke aufgeführt. Die Akustik ist beeindruckend - selbst in der obersten Reihe hört man noch das Anzünden eines Streichholzes auf der Bühne. Auf dem Weg vom Theater zu den Ausgrabungsstätten liegt das Museum von Epidauros, in dem man u.a. Skulpturen, Statuen und andere Funde von Epidauros vorfindet. In der Ausgrabungsstätte sind der Tempel des Asklepios (nach einer Inschrift im 4. Jh. v. Chr. erbaut) und die Tholos (ein Rundbau aus dem 4.Jh. vor Christi) besonders sehenswert. Der Tempel des Asklepios war ein dorischer Tempel mit je 6 Säulen an den Seiten und je 11 Säulen an der Front und der Rückseite. In diesem Tempel befand sich auch die Kultstatue des Asklepios. Südwestlich des Tempels wurden in nur geringer Entfernung der Tholos freigelegt, die das prachtvollste Bauwerk von Epidauros gewesen sein soll. Der Außenkreis bestand aus 26 dorischen Säulen, der innere Kreis bestand aus 14 korinthischen Säulen.

 
Epirus

Die Region Epirus liegt im Nordwesten Griechenlands. Hauptstadt dieser Region ist Ioannina (ca. 45.000 Einwohner). Diese Region ist sehr gebirgig und wird von dem Pindos-Gebirgszug beherrscht. An der Westküste gibt es aber auch mehrere schöne Strandabschnitte.

 
Euböa

Euböa ist 3.580 qkm groß und damit die zweitgrößte Insel Griechenland. Auf ihr leben ca. 170.000 Einwohner. Die Insel liegt in direkter Nähe zum griechischen Festland (Ostküste) - an der schmalsten Stelle sind es nur 35 Meter. Hier führt auch eine Drehbrücke von der Insel auf das Festland (Region Böotien - nördlich von Athen). Die Insel ist landschaftlich recht abwechslungsreich. Der höchste Berg ist der Dirfys mit 1.745 Metern. Touristisch geht aus auf Euböa noch sehr ruhig zu. Hauptsächlich verbringen hier zahlreiche Griechen aus dem Großraum Athen ihren Urlaub.

 
Hydra

(55 qkm - 2.500 Einwohner) Hydra liegt ziemlich dicht an der Küste des Peloponnes, ist ziemlich kahl und hat keine antiken Sehenswürdigkeiten. Sie gehört zu den Saronischen Inseln. Hübsch ist jedoch der Haupt- und Hafenort Hydra. Der Ort, der an einem sehr schönen Naturhafen liegt, zieht sich einen Berg hinauf. Im Hafen liegen meist viele Yachten und an der Hafenpromenade gibt es zahlreiche Cafes und Lokale. Malerische Gassen und viele alte Patrizier-Häuser bilden eine tolle Kulisse. Die Strände der Insel sind nur durchschnittlich.

 
Ionische Inseln

Zu den Ionischen Inseln gehören Korfu, Kephallonia, Zakynthos Lefkas und Ithaka. Sie sind anders als alle anderen griechischen Inseln - nämlich nicht "typisch griechisch". Es fehlen die Tempel und Säulen, dafür haben die Inseln ein üppiges grün, wie es nur auf wenigen griechischen Inseln anzutreffen ist. Die Inseln liegen an der Westküste Griechenlands und sind teilweise recht gebirgig. Korfu ist die zweitgrößte der Ionischen Inseln und ist touristisch sehr gut erschlossen.

 
Ios

Ios (108 qkm - 1.600 Einwohner) ist eine Kykladen-Insel und gehört der Jugend. Seit Jahren ist sie "die" Insel für Rucksack-Touristen. Man kann Ios mit Mykonos vergleichen, jedoch ist das Publikum hier jünger. Im Sommer sind nicht selten ca. 10.000 Urlauber gleichzeitig auf der Insel. Antike Stätten sucht man auf Ios vergebens. Wie auf Mykonos hat auch Ios nur zwei Orte: Gialos der Hafenort an der Westküste und etwas landeinwärts Chora. Beliebt ist die Insel nicht zuletzt wegen der schönen Strände. Die Landschaft ist hingegen trostlos - kahl und felsig. Kein Wunder, dass die Insel unter Wasserknappheit leidet. Der Hafenort Gialos hat eigentlich nichts zu bieten. Die Chora - ca. 15 Minuten zu Fuß von Gialos - ist hingegen sehr schön. Viele weiße Häuser ziehen sich einen Felshügel hinauf. Prunkstück ist eine Kirche mit dunkelblauer Kuppel. Hier oben in Chora ist immer etwas los. Jeden Abend und jede Nacht ist Party. Unzählige Tavernen, Discos und Bars gibt es in diesem kleinen Ort - für Ruhesuchende bestimmt nicht der richtige Platz. Die schönsten Strände sind Koumbara, Valmas sowie Kolitzani und Milopotamos. Milopotamos ist ein ca. 1 km langer Strand, der im Hochsommer brechend voll ist - hier halten sich fast alle Ios-Urlauber auf. Etwas ruhiger geht es da an dem feinsandigen Strand von Maganari zu. Hierher kommt man aber nur mit einem Boot, das jeden Vormittag in diese ca. 1 Stunde entfernt liegende Badebucht fährt. Am späten Nachmittag geht es dann wieder zurück nach Gialos. Einige Tavernen in Maganari vermieten auch Zimmer.

 
Ithaka

(96 qkm - 4.500 Einwohner) Auf Ithaka geht es noch verhältnismäßig ruhig zu, es gibt auch nur wenige Hotels und Pensionen. Die Insel ist ziemlich gebirgig und gehört zu den Ionischen Inseln. Hauptort der Insel ist Vathi, der in einer fjordartigen Bucht liegt. Es ist ein wunderschöner Naturhafen, vielleicht der schönste Griechenlands. Das Leben spielt sich auch rund um den Hafen ab - eine schöne Hafenpromenade mit vielen gemütlichen Tavernen. In Vathi ist das kleine archäologische Museum sehenswert. Etwas außerhalb in Richtung Westen liegt die Nymphengrotte. In dieser Grotte soll Odysseus die Schätze von Alkinoos versteckt haben.

 
Kalymnos

(111 qkm - 16.000 Einwohner): Bekannt ist Kalymnos durch die Schwammtaucher. Die Insel selbst ist schroff und überwiegend unfruchtbar. Sie gehört zu der Inselgruppe der Dodekanes, Es gibt kaum Landwirtschaft. Die Menschen wohnen daher auch hauptsächlich im Haupt- und Hafenort Pothia und leben von der Schwammtaucherei und dem Fischfang. Hier gibt es auch mehrere Hotels und Pensionen sowie das Nautische Museum. Einige Strände liegen an der Westküste, die aber überwiegend kieselig sind.

 
Kap Sounion

Kap Sounion, liegt an der er südöstlichen Spitze Attikas. Hier steht der imposante Poseidon-Tempel, der direkt an einer Steilküste - 60 Meter über der Ägäis - liegt. Der Tempel wurde 444 vor Christi erbaut. Von den ehemals 34 dorischen Säulen stehen noch 16 im Original bzw. wurden neu aufgebaut. Die Lage macht diesen Tempel so einmalig. Einen Sonnenuntergang am Kap Sounion wird man so schnell nicht vergessen.

 
Karpathos

Karpathos (302 qkm - 7.000 Einwohner) gehört zu den Inseln des Dodekanes und liegt zwischen Rhodos und Kreta. Die Insel ist recht gebirgig (der höchste Berg ist der Kali Limni mit 1.214 Metern). Die Inselhauptstadt Pigadia liegt in einer Bucht an der Ostküste. Bedeutende Sehenswürdigkeiten hat Pigadia nicht. Gemütlich ist die Hafenpromenade mit zahlreichen Tavernen. Pigadia hat eine Vielzahl an Hotels und Pensionen in allen Preisklassen. Die größte Sehenswürdigkeit der Insel ist das Bergdorf Olymbos. Dieser einmalige Ort liegt ziemlich weit im Norden der Insel und ist nur über eine schlechte Schotterstraße oder mit einem Ausflugsboot zu erreichen. Die Fahrtzeit mit einem Auto von Pigadia nach Olymbos (ca. 45 km) beträgt je nach "Mut" zwischen 1 1/2 und 2 Stunden - sinnvoll ist ein Jeep (manchmal erhält man auch keinen normalen PKW, wenn man sagt, dass man nach Olymbos will). Olymbos liegt malerisch an einem Hang, an dem sich die Kubenhäuser mit teilweise sehr schönen Balkonen in mehreren Terrassen hinaufziehen. Den Wagen muss man vor dem Ort abstellen. Wenn man dann zu Fuß in das Dorf geht, hat man das Gefühl, das die Zeit stehen geblieben ist. Das Brot wird überwiegend noch in Gemeinschafts-Backöfen gebacken, die man im Dorf an vielen Ecken findet. Die Frauen tragen nicht nur an Festtagen ihre Trachten bzw. Kittelschürzen und bunte blumenverzierte Kopftücher. Sie sitzen vor der Haustür und sind am häkeln oder machen andere Handarbeiten. Lastesel traben durch die engen Gassen und einige der alte Mühlen sind noch in Betrieb. Sehenswert ist die kleine Kirche Kyra Panagia an der Ostküste, die malerisch oberhalb eines kleinen Strandes liegt (ca. 15 km von Pigadia). Ein schöner Strand ist Apella, der ebenfalls an der Ostküste liegt (ca. 6 km hinter Kyra Panagia). Wegen der guten Winde gehört die Küste im Süden der Insel zu den besten Surfrevieren Griechenlands. Hier gibt es auch einige recht gute Strände und mehrere Hotels entstanden in den letzten Jahren auch.

 
Kassos

(66 qkm - 1.100 Einwohner) Diese Insel liegt in unmittelbarer Nähe zu Karpathos (8 km entfernt). Sei gehört zu der Inselgruppe der Dodekanes. Ein kleiner Flughafen ist vorhanden. Kassos ist touristisch noch nicht erschlossen. Es gibt nur wenige kleine Hotels und Pensionen im Hauptort Fry. Hauptsehenswürdigkeiten auf der Insel sind die Klöster Agios Georgios Chadies und Agios Mamas. Beide liegen auf der Südseite der Insel.

 
Kastellorizo

(9 qkm - 200 Einwohner) Kastellorizo ist die östlichste aller griechischen Inseln und gehöt zur Inselgruppe der Dodekanes. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zum türkischen Festland (3 km). Die Insel zählte früher einmal über 15.000 Einwohner, die meisten davon wanderten nach Australien aus. Viele der Häuser stehen daher schon seit vielen Jahren leer. Der Hauptort Megisiti liegt malerisch in einer kleinen Bucht. Wenn man in den Hafen fährt, glaubt man nicht, dass hier nur noch wenige Menschen leben. Sehenswert ist die Grotte Fokiali, die nur mit einem kleinen Boot zu erreichen ist und im Südosten der Insel liegt. Die Grotte ist bis zu 35 Meter hoch, 75 Meter lang und 40 Meter breit.

 
Kea

(130 qkm - 1.700 Einwohner) Kea ist eine noch ziemlich ruhige Kykladen Insel. Nur am Wochenende kommen viele Athener auf diese Insel, die vor der Südspitze Attikas liegt. Vom kleinen Hafenort Korissia sind es etwa 6 km bis zum sehr schönen Hauptort der Insel, der Ioulis heißt. Dieser Ort liegt am höchsten Berg der Insel und zieht sich einen Berg hinauf. In den engen und verwinkelten Gassen ist Autoverkehr verboten, die Autos müssen vor dem Ort auf einem Parkplatz abgestellt werden. Untypisch für die Kykladen sind die roten Dächer der Häuser. Bedeutendste Sehenswürdigkeit ist der Steinerne Löwe, den man von Ioulis in 10 Min. zu Fuß erreicht. Der Löwe wurde im 6. Jh. vor Chr. aus einem Schieferfels gemeißelt und ist ca. 6 Meter lang. Der Sage nach sollte er die Nymphen vertreiben, die nach Kea kamen, um die Männer von Kea für sich zu haben. Auf Kea gibt es einige schöne Strände - z.B. Ormos Pisses und Koundouros (im Südwesten der Insel) sowie die Sikamia-Bucht an der Ostküste.

 
Kephallonia

(781 qkm - 40.000 Einwohner) Kephallonia ist die größte Ionische Insel. Sie ist aber noch nicht so stark vom Tourismus geprägt. Trotzdem hat die Insel so einiges zu bieten: große Tannenwälder, Felsküsten und feinsandige Buchten, interessante Höhlen und sehr schöne Klöster. Die meisten Inselbewohner verdienen ihr Geld immer noch mit der Landwirtschaft. Der Hauptort der Insel ist Argostoli und liegt in einer Bucht an der Westküste der Insel. Hier gibt es auch ein archäologisches Museum und ein Volkskundemuseum. Auf der Halbinsel Lassi gibt es zwei feinsandige Strände. Süd-östlich von Argostoli liegt das imposante Enos-Gebirge (1.628 Meter), das von riesigen Tannenwäldern umgeben ist. Dieses Gebiet ist ein Nationalpark, in dem es auch noch Wildpferde gibt. Auf der Südseite des Gebirges herrscht ein fast subtropisches Klima, da das Gebirge den Nordwind abhält. Hier wachsen daher sogar Bananen. Besuchenswert sind die Klöster Agios Gerasimos und Agios Andreas, die beide im Süden der Insel liegen. Beeindruckend ist auch der Höhlensee Melissani, der an der Ostküste in der Nähe des Dorfes Karavomilos liegt. Sehr schön ist dann noch das Dorf Fiskardo mit seinen vielen bunten Häusern an der Nordspitze der Insel. Einige Kilometer westlich von Fiskardo liegt der Alaties, ein Aussichtspunkt direkt an einer 80 Meter hohen Klippe über dem Meer aus rot-grauem Fels.

 
Knossos

Knossos ist die größte und bedeutendste Fundstätte der minoischen Kultur, die über 3600 Jahre alt ist. Ein Besuch dieser ca. 20.000 qm großen Anlage, in der einmal 30.000 Menschen gelebt haben sollen, ist eigentlich ein Muss für jeden Urlauber auf Kreta. Sehenswert sind u.a. der Thron-Saal, die beiden Gemächer des Königspaars und das riesige säulengestützte Treppenhaus in dem Palast, der früher einmal aus weit über 1.000 Räumen, Hallen, Treppenhäusern und Terrassen bestanden haben soll. In näherer Umgebung des Palastes gab es weitere Gebäude: u.a. ein kleiner Palast, eine königliche Villa und ein Gästehaus.

 
Korfu

Korfu ist die zweitgrößte der Ionischen Inseln (592 qkm - 110.000 Einwohner). Sie ist eine langgezogene Insel, die eine üppige Vegetation hat. Hauptstadt der Insel ist Kerkyra (ca. 40.000 Einwohner). Antike Stätten gibt es auf der Insel kaum, dafür zahlreiche Spuren aus der venezianischen Vergangenheit (die Venezianer herrschten von 1386 bis 1797 auf der Insel). Danach waren die Franzosen auf der Insel, bevor Korfu ein britisches Protektorat wurde und anschließend - wie die anderen Ionischen Inseln auch - an Griechenland zurückgegeben wurde. Die Stadt Kerkyra liegt direkt an der Ostküste - fast zentral zwischen Nord- und Südspitze der Insel. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die neue Festung (1576 von den Venezianern erbaut), die Kirche Agios Spiridon, das archäologische Museum, die alte Festung, die ihren Ursprung aus der byzantinischen Zeit hat und die große Esplanade (eine sehr schöne parkähnliche Anlage. Nicht weit von Kerkyra entfernt, liegt auf der Halbinsel Analipsi das Kloster Vlacherna und auf dem Felsen Pontekonisi eine kleine Kirche, die von mehreren Zypressen umgeben ist. Ein malerischer Anblick der besonders schön beim Sonnenuntergang ist. Sehr schön ist auch der neoklassizistische Palast Achillio, den Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sissi) 1890 errichten ließ. Dieses beeindruckende Gebäude mit einem tollen Ausblick und einem sehr schönen Park erreicht man über die Ostküstenstraße in Richtung Süden. Im Norden der Insel liegt der Ort Sidari. Nicht weit entfernt (etwas westlich) liegt das Kap Drastis mit einer bizarren Küstenlandschaft. Ebenfalls etwas westlich von Sidari liegt der Canal d´Amour - über viele Jahre haben die Wellen schmale Fjorde in die gelben Lehmklippen gefressen. In der Nähe des Ortes Makrades steht auf einem über 300 Meter hohen Fels die byzantinische Burg Angelokastro aus dem 13. Jahrhundert. Im Süden der Insel und dort überwiegend im Inselinneren und an der Westküste trifft man auf viele Dörfer, in denen es noch so richtig gemütlich zugeht. Die Strände an der Ostküste sind sehr schön, aber auch ziemlich überlaufen. Das Wasser ist ruhig und daher auch für Kinder gut geeignet. Hier stehen auch die größten Hotelanlagen in mehreren Ferienorten. Beschaulicher geht es an der Westküste zwischen Ermones und Glifada zu, wo die Strände auch sehr schön sind. Durch zahlreiche Klippen und Felsen ist es auch ein Eldorado für Schnorchler. Hier herrscht jedoch häufiger ein stärkerer Wind. Das Wasser ist daher manchmal recht wellig und für Kinder nicht so geeignet.

 
Korinth

Korinth liegt auf dem Peloponnes und zwar direkt an der Landenge, die den Peloponnes mit dem griechischen Festland verbindet. Hier befindet sich auch der Kanal von Korinth. Die Stadt war in der Antike eine sehr bedeutende Handelsstadt. Die heutige moderne Stadt (ca. 24.000 Einwohner) hat viel zu bieten, da die historischen Bauten durch zwei Erdbeben (das letzte im Jahr 1928) vernichtet wurden. Dafür findet man etwas außerhalb der Stadt von Korinth einiges Sehenswertes. Der Kanal von Korinth ist eine künstliche Wasserstraße (ca. 6 km lang) und verbindet seit 1893 den Golf von Korinth mit dem Saronischen Golf. Der Kanal ist 24 Meter breit und hat eine Wassertiefe von 8 Metern. Die Felswände an den Seiten sind bis zu 76 Meter hoch. Überspannt wird der Kanal von einer Eisenbahnbrücke und einer Straßenbrücke in einer Höhe von ca. 45 Metern.

 
Kos

Kos ist die drittgrößte Insel des Dodekanes (290 qkm - 22.000 Einwohner) und eine fast reine Touristeninsel. Es gibt nur noch wenige Handwerksbetriebe und viele Weinfelder und Obstplantagen sind großen Hotelanlagen gewichen. Über 65.000 Fremdenbetten stehen auf der Insel zur Verfügung. Ein derartiges Verhältnis gibt es nicht einmal auf den bekanntesten Urlaubsinseln Kreta, Rhodos und Korfu. Die größten Sehenswürdigkeiten der Insel konzentrieren sich fast ausschließlich auf Kos-Stadt und die nähere Umgebung. Das Asklepieion ist die größte Sehenswürdigkeit von Kos und liegt ca. 4 km von Kos-Stadt entfernt. Es war eine der ersten bekannten medizinischen Schulen Griechenlands und ein Heiligtum. Der bekannteste Mediziner war Hippokrates, der hier auch gelehrt hat. Die große Anlage liegt auf einer Anhöhe und zieht sich in drei Stufen nach oben. Die meisten Ruinen stammen aus dem 4. Jh. v. Christi. Erforscht wurde das Asklepieion im Jahr 1902 vom deutschen Archäologen Herzog. Ganz oben auf der 3. Erhöhung befindet sich der große Aeskulap-Tempel, der aus dem 2. Jh. v. Christi stammt. 104 Säulen standen auf seiner gesamten Länge - die Podeste stehen heute noch.

 
Kreta

Kreta ist die größte Insel Griechenlands (8.300 qkm - 550.000 Einwohner) und für den Tourismus in weiten Teilen gut bis sehr gut erschlossen. Die Hauptstadt der Insel ist Heraklion (ca. 125.000 Einwohner) und keine besonders schöne Stadt. Die Insel ist 256 km lang und zwischen 11 und 56 km breit. Die Küsten sind sehr abwechslungsreich - lange Sand- und Kieselstrände, kleine Buchten und zerklüftete Felsküsten. Der höchste Berg der Insel ist der Timios Stavros im Ida-Gebirge mit 2.456 Metern. Mit der minoischen Kultur hielt auf Kreta die erste europäische Zivilisation ihren Einzug. Wegen der strategisch wichtigen Lage war Kreta in der Vergangenheit immer wieder das Ziel von fremden Eroberern und war auch über Jahrhunderte unter fremder Herrschaft. Erst 1913 wurde Kreta offiziell dem griechischen Staat zugeordnet. Bis heute hat Kreta seine strategische Bedeutung nicht verloren und ist ein sehr wichtiger Nato-Stützpunkt. Das touristische Zentrum konzentriert sich fast über den gesamten Küstenabschnitt an der Nordküste zwischen Chania und Agios Nikolaos mit Badeorten wie Georgioupolis, Rethymnon, Chersonissos und Malia. Hier gibt es zahlreiche lange und sehr schöne Strände, die aber häufig überfüllt sind. An der Südküste geht es überwiegend noch wesentlich ruhiger zu. Zwischen Felsen liegen auch hier mehrere schöne Sandstrände.

 
Kykladen

Die Kykladen liegen im Herzen der Ägäis und zählen mit Sicherheit zu den schönsten Inseln Griechenlands. Über 200 Inseln und Inselchen bilden die Kykladen, wovon aber die meisten sehr klein und unbewohnt sind und nicht einmal auf jeder Karte eingezeichnet sind. 24 Inseln sind bewohnt, wovon nur 8 Inseln größer als 100 qkm sind. Insgesamt leben ca. 90.000 Menschen auf diesen Inseln. Die Hauptstadt des Bezirks Kykladen ist Ermoupolis auf Syros. Die bekanntesten Kykladen-Inseln sind Santorin, Mykonos, Naxos, Paros, Ios und Delos.

 
Lefkas

(303 qkm - 23.000 Einwohner) Lefkas ist eigentlich keine richtige Insel, da sie durch eine lange Lagune mit dem Festland verbunden ist, sie gehört aber zu den Ionischen Inseln. Vom Festland ist Lefkas über eine Schwenkbrücke zu erreichen. Touristisch ist Lefkas noch nicht sehr erschlossen, obwohl es auf der Insel viele schöne Strände, urige Dörfer und gemütliche Hafenorte gibt. Im Inselinneren liegt der Elati-Berg (mit 1.158 Metern der höchste Berg der Insel). Der Inselhauptort Lefkas liegt ganz im Norden der Insel, ganz in der Nähe der Brücke, die auf die Insel führt. An der Ostküste bei Kariotes und Nikiana gibt es mehrere sehr schöne Strände mit glasklarem Wasser. Der Ort Nidri liegt etwas weiter im Süden - hier herrscht schon verhältnismäßig viel Tourismus. Im Süden liegt der sehr schöne Ort Vassilika. Schließlich ist an der Westküste noch der Ort Agios Nikitas noch besuchenswert. In unmittelbarer Nähe des Ortes befindet sich im Norden eine traumhafte Badebucht. Der nächstgelegene Flughafen ist Preveza und liegt auf dem Festland an der Westküste.

 
Leros

(53 qkm - 8.000 Einwohner) Diese kleine Insel ist von Kalymnos nur durch eine Meerenge getrennt und gehört zu den Inseln der Dodekanes. Die wenigen Strände sind nicht besonders schön und bedeutende Sehenswürdigkeiten hat Leros auch nicht zu bieten. Der Hauptort der Insel heißt Platanos und wird von einer Johanniterfestung überragt. Unterhalb von Platanos geht es nahtlos in die Küstendorfer Agia Marina und Pandeli über.

 
Lesbos

Lesbos (1630 qkm - 84.000 Einwohner) gehört zu den ostägäischen Inseln und den Kykladen und ist die drittgrößte Insel Griechenlands. Hauptstadt ist Mytilini (knapp 30.000 Einwohner). Die Insel ist bisher vom Massentourismus verschont geblieben. Besonders im Süden gibt es einige kilometerlange Strände. Haupteinnahmequelle der Insel ist weiterhin der sehr intensiv betriebene Olivenanbau - nach Kreta ist Lesbos der wichtigste Produzent von Olivenöl Griechenlands. Aber auch der Schiffbau sowie das Zimmer- und Keramikhandwerk werden noch sehr häufig betrieben. Neben den riesigen Olivenhainen beherrschen zahlreiche Kiefernwälder die Landschaft. Außergewöhnlich sind die beiden großen Golfe (Golf von Kalloni und Golf von Geras), die sich weit ins Inselinnere ziehen. Die Hauptstadt Mytilini liegt an der Ostküste (ziemlich weit im Süden) und ist mit Sicherheit keine "Touristenstadt". Sehenswert ist das Kastro aus dem 6. Jahrhundert, welches von den Genuesern im 14. und 15. Jahrhundert zu einer der größten Festungen in der östlichen Ägäis ausgebaut wurde. Das Lesbos bis 1912 von den Türken besetzt war, wird einem verdeutlicht, wenn man durch die Odos Ermou, eine Basarstraße mit vielen kleinen Geschäften, schlendert. Am Ende befindet sich dann noch eine größere Moschee. Auf der großen Insel liegen die einzelnen Dörfer weit verstreut. Nicht weit von Mytilini entfernt liegt etwas nordwestlich ein römisches Aquädukt beim Dorf Moria. Ein schönes Küstendorf ist Skala Sikamineas im Nordosten der Insel. Zahlreiche Serpentinen führen hinunter zu diesem Ort, in dem es mehrere gemütliche Tavernen gibt. An der Südküste liegt Plomari, ein kleines Städtchen unterhalb des Olympos (mit knapp unter 1.000 Metern der höchste Berg der Insel). In diesem Ort gibt es noch einige Ouzo-Destillerien, die man meistens auch besichtigen kann. Der Ouzo von Lesbos gilt als einer der besten Griechenlands. Ein sehr schönes Bergdorf mit vielen engen Gassen ist Agiassos (nordöstlich vom Olympos). Viele der Häuser haben hübsche Erker und Balkone. In dem Dorf gibt es mehrere Werkstätten in denen Holz verarbeitet wird bzw. Töpferarbeiten hergestellt werden. Auf der Westküstenseite (zwischen den Orten Antissa und Sigri) befindet sich ein versteinerter Wald von Mammutbäumen, der durch die Lava eines Vulkanausbruchs entstanden ist. Das Gebiet ist eingezäunt, einige Stämme können aber über Fußwege erreicht werden. Das größte Touristenzentrum liegt um Vatera an der Nordküste auf einer Länge von ca. 6 Kilometern.

 
Limnos

Die vulkanische Insel Limnos (476 qkm - 17.000 Einwohner) gehört zu den Nordostägäischen Kykladeninseln und ist verhältnismäßig flach. Sie ist touristisch noch nicht sehr erschlossen, was wohl auch an dem großen militärischen Sperrgebiet liegt. Der größte Teil der Bevölkerung lebt auch heute noch von der Landwirtschaft. Hauptort und Fährhafen ist Mirina (ca. 5.000 Einwohner), der an der Westküste der Insel liegt. Das Städtchen hat noch seinen ursprünglichen Charakter behalten. Sehenswert sind die Ruinen einer venezianischen Burg aus dem 13. Jh., die sich oberhalb von Mirina befinden. Südlich von Mirina befinden sich einige gute Strände. Das ca. 25 km von Mirina entfernt liegende Tsimandria, Thanos und Plati sind Orte, wo der Tourismus zaghaft Fuß gefasst hat.

 
Makedonien

Makedonien ist die nördlichste Region Griechenlands und umfasst über 1/4 der Gesamtfläche Griechenlands. Landschaftlich ist diese Region sehr gebirgig und hat viele fruchtbare, zum Teil dicht besiedelte Täler. Daher hat die Landwirtschaft auch noch eine bedeutende Rolle. Hauptstadt der Region ist Thessaloniki. Weitere Städte sind Kozani, Kastoria, Kavala und Veria. Der Tourismus spielt nur auf Chalkidiki und auf der Insel Thassos eine größere Bedeutung. Trotzdem ist Makedonien kein Armenhaus. Fast 2,5 Millionen Einwohner zählt diese Region. Im Pindos-Gebirge (Westmakedonien), dem am dünnsten besiedelten Gebiet in Makedonien gibt es auch heute noch Wölfe, Bären und Adler. Ca. 90 km westlich von Thessaloniki liegt die Stadt Edessa, die zu den schönsten Orten Nordgriechenlands zählt. Hauptattraktion ist ein größerer Wasserfall, der ca. 25 Meter hoch ist. Da in diesem Gebiet viel Wasser vorkommt, ist es in Edessa üppig grün. Zwischen den Orten Edessa und Florina liegt der Vegoritis-See, der besonders bei den Anglern wegen der großen Anzahl an Fischen sehr beliebt ist. Der Ort Naoussa ist wegen seines trockenen Rotweins sehr bekannt. Eine bedeutende Ausgrabungsstätte ist das antike Pella und liegt an der Strecke Thessaloniki - Edessa. Dieses Gelände war einst (410 v. Chr.) die Hauptstadt Makedoniens und hier wurde 356 v. Chr. Alexander der Große geboren und später von Aristoteles unterrichtet. Im archäologischen Museum befinden sich einige der schönsten Mosaiken, die überwiegend Jagdszenen darstellen. Eine weitere interessante Ausgrabungsstätte ist Dion am Fuße des Olymp. Seine Glanzzeit hatte diese antike Stätte im 5. Jh. v. Chr. und wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt. Die Funde sind noch hervorragend erhalten, da sie über Jahrhunderte vom Sumpf geschützt vor Umwelteinflüssen verschlungen waren. Das Museum, welches knapp 500 Meter von der Ausgrabungsstätte liegt und viele Skulpturen und Waffen zeigt, lohnt einen Besuch. In Ostmakedonien wechseln sich hohe Berge und weite Ebenen ab. Die Hafenstadt Kavala, ist mit knapp 60.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Makedoniens. Sehenswert ist u.a. das türkische Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert. Ca. 20 km nordwestlich von Kavala liegt die antike Stätte Philippi beim Dorf Krinides. Im Jahr 49 nach Christi ging Apostel Paulus im heutigen Kavala an Land und gründete in Philippi die erste christliche Gemeinde auf europäischem Boden. 42 vor Christi fand hier die entscheidende Schlacht zwischen Brutus und Cassius auf der einen Seite und Antonius und Octavian auf der anderen Seite statt. Einige antike Überreste kann man hier noch besichtigen.

 
Marathon

Hier wurde 490 vor Christi die erste große Schlacht zwischen den Persern und den Athenern entschieden. Die Athener siegten und ein Krieger - in voller Rüstung - lief nach Athen, um die Botschaft des Sieges zu verkünden. Dort konnte er die Nachricht noch gerade übermitteln, bevor er tot zusammenbrach. In Erinnerung an dieses Ereignis wurde 1896 bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit der Marathon-Lauf zwischen dem Ort Marathon und Athen (= 42,195 km) ins Leben gerufen. Auf dem antiken Schlachtfeld - ca. 5 km vor dem Ort Marathon - liegt östlich der Straße in einem Olivenhain der Grabhügel der Athener. 192 gefallene Krieger liegen unter diesem 12 Meter hohen Hügel. Ca. 1,5 km weiter zweigt links eine Straße ab, die zu einem kleinen Museum führt, wo Funde von dieser Schlacht ausgestellt werden.

 
Meteora Klöster

Eine weltweit einzigartige Landschaft sind die steilen Felsen mit den Meteora-Klöstern in Thessalien. Aus einem Tal ragen diverse Felstürme empor, auf denen sich mehrere noch bewohnte Klöster befinden. Die Klöster werden Meteora genannt, was übersetzt "die Schwebenden" heißt. Und wenn man vor den Felsen mit den Klöstern steht, hat man tatsächlich den Eindruck, dass sie zwischen Himmel und Erde liegen. Die Felsen entstanden vor Millionen von Jahren, als riesige Wassermassen in den Ebene herabstürzten. Die weichen Gesteinsmassen wurden dabei weggespült und übrig blieben diese bizarren Gebilde, die teilweise eine Höhe von fast 400 Metern erreichen. Wenn man zu den Meteora-Klöstern fährt, hat man das Gefühl, in eine fremdartige Welt zu kommen. Die sechs noch zu besichtigenden Klöster stammen aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Klöster nur über Strickleitern oder in einem Netz oder Korb mit einer Seilwinde zu erreichen. Erst ab 1920 begann man damit, Treppen, Brücken und Tunnel anzulegen. Mittlerweile kann man alle sechs Klöster über Treppen und Brücken erreichen. Das größte und wohl auch schönste Kloster ist das Kloster Metamorphosis oder auch Megalo Meteora genannt, welches 1372 fertiggestellt wurde. Etwa 60.000 qm misst die Fläche auf dem Felsen, auf dem das Kloster erbaut wurde. Nur einige hundert Meter davor liegt das Kloster Varlaam. Das älteste noch erhaltene Kloster ist Agios Stefanos (1332), welches seit 1961 von Nonnen bewohnt wird. Es ist am einfachsten über eine 8 Meter lange Brücke zu erreichen. Insgesamt können noch sechs Klöster besichtigt werden. Neben den schon erwähnten Klöstern sind es noch Agios Nikolaos, Kloster Rousanou und Agia Triada. Besonders vom Kloster Agia Triada, das auf einem ca. 6.000 qm großen Felsplateau steht, genießt man einen herrlichen Blick über die thessalische Ebene und auf das ca. 400 Meter unter einem liegende Städtchen Kalambaka.

 
Milos

(161 qkm - 4.500 Einwohner) Milos ist genauso wie Santorin vulkanischen Ursprungs und eine Insel der Kykladen. Der Tourismus hat auf dieser Insel aber noch nicht den großen Einzug gehalten, obwohl es sehr schöne Strände, malerische Dörfer, Grotten und Höhlen gibt. Wenn man mit der Fähre kommt, legt man in dem Hafenort Adamas an, der in einer großen Bucht liegt. Der Ort selbst zieht sich einen kleinen Hügel hinauf. Adamas ist der touristische und wirtschaftliche Mittelpunkt von Milos. Sehenswert sind der Inselhauptort Plaka, Tripiti - hier findet man die Überreste von Alt-Milos und ganz in der Nähe auch die frühchristlichen Katakomben und natürlich Kleftiko - eine frühere Piratenbucht mit Steilküste, Grotten, vielen Klippen und der sogenannten Smaragdhöhle - dazwischen einige kleine Strände. Schöne Strände sind Paleochori, Pollonia und Chivadolimni.

 
Mykene

Mykene ist eine bedeutende archäologische Stätte auf dem Peloponnes. Sie liegt ca. 26 km nördlich von Nafplion bzw. 12 km nördlich von Argos und befindet sich auf einer ca. 280 Meter hohen Anhöhe. Ein Großteil wurde von Heinrich Schliemann entdeckt, der im Jahr 1876 in Mykene größere Goldschätze barg. Ab 1950 legten andere Archäologen außerhalb der Festungsmauern weitere Gräber und Häuser frei. Die antike Stadt hatte ihre Blüte um 1600 v. Chr., bevor sie um 1100 v. Chr. durch die Dorier stark zerstört wurde. Man betritt das antike Mykene auf der Nordwestseite durch das imposante Löwentor (ca. 1250 v. Chr.), das seinen Namen durch die zwei Löwenskulpturen erhielt, die im Torbogen eingearbeitet sind. Die Festung ist von einer ca. 6 Meter dicken Mauer umgeben. Kurz hinter dem Löwentor befinden sich auf der rechten Seite die Überreste eines Getreidespeichers. Hinter dem Getreidespeicher liegt dann ebenfalls auf der rechten Seite die bedeutendste Entdeckung dieser Stätte - das Gräberrund mit sechs Königsgräbern aus dem 16. Jh. v. Chr., in denen Schliemann zahlreiche Goldschätze fand. Der Durchmesser dieser Grabanlage beträgt 26 Meter. Südlich vom Gräberrund stehen die Überreste mehrerer Häuser aus der mykenischen Epoche. Der Palastkomplex befindet sich auf dem Gipfel der Anhöhe, dessen Grundrisse noch gut zu erkennen sind. Besonders sehenswert ist das Schatzhaus des Atreus, welches außerhalb der Festung an der Straße zum Dorf Mykene liegt. Dieses Kuppelgrab des Agamemnon (ca. 1300 v. Chr.) ist in einen Hügel gebaut worden. Ein ca. 36 Meter langer und 6 Meter breiter Gang, dessen Seitenwände vor dem Eingang ca. 5 1/2 Meter hoch sind, führt zu dem Eingangstor. Der gewölbte Innenraum des Kuppelgrabes ist über 13 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 14 1/2 Metern. An der Nordseite befindet sich in diesem Innenraum noch ein kleiner quadratischer Raum - die eigentliche Grabkammer.

 
Mykonos

Mykonos (86 qkm - 5.500 Einwohner) ist das "Ibiza" von Griechenland. Sie gehört zu den Kykladen Inseln. Die Inselhauptstadt mit gleichem Namen bildet dazu eine faszinierende Kulisse. Bemerkenswert ist, dass trotz der vielen Touristen keine nennenswerten Bausünden begangen wurden. Die Strände auf der Insel sind meist feinsandig. Die besten Strände haben so vielsagende Namen wie "Paradise" oder Super-Paradise" und liegen alle an der Süd-Ost-Küste der Insel. Archäologische Sehenswürdigkeiten hat Mykonos dagegen nicht zu bieten und auch die Natur ist recht trostlos. Das ist auch nicht schlimm, denn die meisten Urlauber, die nach Mykonos kommen, wollen sich amüsieren - und dazu bietet diese Insel für jeden Geschmack etwas. Hier lebt man nach dem Motto "leben und leben lassen". Mykonos gilt als die toleranteste Insel Griechenlands, was viele Griechen dazu veranlasst, diese Insel als ein Sündenbabel zu bezeichnen. Mykonos ist ein Treffpunkt für Homosexuelle aus aller Welt, Nacktbaden wird überall geduldet und es gibt viele verrückte Discos, schräge Kneipen und exklusive Bars, die ein intensives Nachtleben garantieren. Erst um Mitternacht erwacht Mykonos-Stadt so richtig. Auf Mykonos findet man aber auch viele der besten Restaurants in der Ägäis. Das Preisniveau ist auf Mykonos ziemlich hoch. Sehenswert sind in Mykonos-Stadt die vielen schönen Windmühlen, das Stadtviertel "Klein-Venedig" zwischen Hafen und den Windmühlen und die Marienkirche Panagia Paraportiani. Es gibt nur noch einen zweiten richtigen Ort auf Mykonos und zwar das Dorf Ano Mera, das fast genau in der Inselmitte liegt. Wenn man von dem Trubel aus Mykonos-Stadt kommt, fühlt man sich hier in einer anderen Welt. Hier geht alles beschaulich zu. Sehenswert sind die beiden Klöster Panagia Tourlianis und Paleokastro. Ein Bootsausflug lohnt sich zur kleinen Insel Delos. Delos ist eine einzige und interessante Ausgrabungsstätte von großer Bedeutung in der griechischen Geschichte.

 
Nafplion

Nafplion liegt im Osten des Peloponnes direkt am Argolischen Golf. Die Stadt mit ihren ca. 11.000 Einwohner hat einen schönen alten Ortskern mit vielen gemütlichen Tavernen. Kaum jemand weiß, dass diese Stadt von 1823 bis 1834 die Hauptstadt Griechenlands war. Die Stadt hat eine durchaus bewegte Vergangenheit. 1540 eroberten die Türken die bis dahin von den Venezianern beherrschte Stadt. Im Jahr 1686 konnten die Venezianer noch einmal die Stadt zurückerobern, doch 1715 wurden sie nach nur kurzer Belagerung wieder von den Türken abgelöst. 1822 gelang es dann griechischen Freischärlern Nafplion als eine der ersten Städte Griechenlands von den Türken zu befreien. Anschließend war sie dann ca. 11 Jahre lang die Hauptstadt Griechenlands. Aus diesen Jahren sind noch viele Bauwerke erhalten.

 
Naxos

Naxos (428 qkm - 15.000 Einwohner) ist die größte und fruchtbarste Kykladen-Insel, die für jeden Urlauber etwas zu bieten hat: kilometerlange feinsandige Dünenstrände, unzählige byzantinische Klöster und Kirchen sowie eine Landschaft, die zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt. Die Insel ist recht gebirgig und hat mit dem Zas den höchsten Berg der Kykladen. Die ganze Westküste von Naxos-Stadt bis zur Südspitze bietet zahlreiche wunderschöne Sandstrände. Aber auch nördlich von Naxos-Stadt gibt es einige Strände. Trotz der vielen schönen Strände ist Naxos noch eine verhältnismäßig ruhige Insel geblieben und es gibt keinen Massentourismus. Die meisten Bewohner der Insel wohnen in Naxos-Stadt oder in der fruchtbaren nördlichen Hälfte der Insel. Naxos-Stadt ist ein typisches Kykladen-Städtchen mit ca. 5.000 Einwohnern. Hier wohnt im Sommer auch der Großteil der Touristen. Enge Gassen und viele Stufen führen hinauf zum venezianischen Kastell mit mehreren Herrenhäusern , von dem man einen schönen Ausblick genießt. Nördlich der Hafenmole von Naxos-Stadt steht das 6 Meter hohe Tempeltor aus dem 6. Jahrhundert vor Christi. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Insel gehören die Kirche Panagia Drossiani aus dem 6. Jh. bei Moni, die Bergörfer Apirathos und Koronos sowie die Klöster Moni Faneromenis und Panagia Ipsilotera.

 
Nissyros

(40 qkm - 1.400 Einwohner)Die Insel ist fast kreisrund und ein einziger Vulkan ind gehört zu den Inseln der Dodekanes. Im Inselinneren befindet sich ein ca. 350 x 250 Meter großer Krater namens Stefanos. Er ist auch die Hauptattraktion der Insel und es kommen täglich Ausflugsboote von Kos. Es steigen immer noch unangenehm riechende Schwefeldämpfe auf - ein Zeichen, dass der Vulkan immer noch arbeitet. Der letzte Ausbruch liegt aber schon weit über 100 Jahre zurück. Nissyros hat kaum Strände. Im Hafenort Mandrika (hier legen auch die Ausflugsboote an) findet man einige Übernachtungsmöglichkeiten. Oberhalb von Mandrika liegt die sehenswerte Kirche Panagia Spiliani.

 
Nördliche Sporaden

Die nördlichen Sporaden liegen verhältnismäßig dicht an der Insel Euböa und damit auch nicht sehr weit vom griechischen Festland entfernt. Seit 1992 gehören die Inseln zum Meeresnationalpark "Nördliche Sporaden", das zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Mönchsrobben eingerichtet wurde. Die Inseln zeichnen sich durch große Kiefernwälder, steile und bizarre Felsküsten sowie herrliche Badebuchten und Strände mit glasklares Wasser aus. Die schönste - aber seit einigen Jahren vom Tourismus auch teilweise hoffnungslos überlaufene - Insel ist Skiathos. Sie ist die nordwestlichste Insel der nördlichen Sporaden. Die anderen Inseln sind Skopelos, Alonissos und das etwas abseits gelegene Skiros.

 
Olymp

Der Olymp ist ein Gebirgsmassiv mit über 50 Gipfeln, wovon der Mytikas mit 2.917 Metern der höchste Berg Griechenlands ist. Weitere Gipfel des Olymps sind nur unwesentlich niedriger. Bis zu einer Grenze von ca. 2.000 Metern ist der Olymp bewaldet. Die höchsten Gipfel sind häufig noch Mitte Mai mit Schnee bedeckt. Das Gebirgsmassiv ist nicht einmal 20 km von der Ägäis entfernt und liegt in unmittelbare Nähe der Ostküstenstraße zwischen Thessaloniki und Larissa. Weite Teile des Olymps sind als Nationalpark ausgewiesen. Wer den Olymp erwandern will, braucht eine ganz gute Kondition, denn der Aufstieg dauert ca. 6 - 7 Stunden. Unterwegs gibt es einige Schutzhütten. Selbstverständlich für eine derartige Wanderung sind natürlich festes Schuhwerk und warme Kleidung. Ausgangspunkt ist das Dorf Litochoro an der Ostseite des Gebirges. Hier gibt es auch Wetterinformationen und die Möglichkeit der Reservierung von Plätzen zum Übernachten in einer der Schutzhütten. Man kann mit dem Auto dann aber noch bis auf 1.100 Meter Höhe bis zur Station Prionis fahren. Von hier aus kommt man dann zu Fuß in gut 2 Stunden zur Schutzhütte A in 2.100 Metern Höhe, die an der Baumgrenze liegt. Hier sollte man übernachten, wenn man noch auf den Gipfel des Mytikas möchte, denn dieser Aufstieg dauert ca. 4 Stunden. Da es teilweise schnell dunkel wird, sollte man schon am Vormittag losgehen, damit man noch im Hellen zurück ist. Die idealen Monate für eine derartige Tour sind Juni bis September. In der Antike galt der Olymp als Wohnsitz der Götter.

 
Olympia

Olympia gehört zu den bedeutendsten antiken Stätten Griechenlands und hat durch die Olympischen Spiele immer noch Bezug zur Gegenwart. Das gleichnamige Dorf hat knapp 1.000 Einwohner und lebt fast ausschließlich vom Tourismus. Es gibt zahlreiche Hotels und Pensionen sowie viele Restaurants in dieser landschaftlich sehr schönen Region auf dem Peloponnes. Am besten erreicht man Olympia über die Westküstenstraße Patras - Pyrgos. Kurz vor dem Ort Pyrgos geht eine Straße ins Inselinnere, auf der man nach ca. 20 Kilometern den Ort Olympia und die Ausgrabungsstätte erreicht. Seit 776 vor Christi gibt es die Olympischen Spiele, sie wurden zu Ehren des Zeus ausgetragen. Zu Beginn war es nur ein einziger Wettkampf und zwar ein Stadionlauf über 192 Meter. In den folgenden Jahren kamen dann einige Wettkämpfe hinzu: u.a. ein Fünfkampf, ein Langstreckenlauf über 4.600 Meter, ein Faustkampf und Wagenrennen. Bis 472 vor Christi wurden die Wettkämpfe alle an einem Tag durchgeführt, danach verlängerte sich die Dauer auf 5 Tage. Die Wettkämpfe wurden nur von Männern bestritten, Frauen war selbst das Zuschauen verboten. Das Ende der Olympischen Spiele der Antike kam im Jahr 393 nach Christi, als heidnische Kulte und auch die olympischen Wettkämpfe durch Kaiser Theodosius verboten wurden. Die Ausgrabungsstätte ist recht weitläufig. Der Zeus-Tempel gehört zu den bemerkenswertesten Ausgrabungen. Die Säulen hatten früher einmal eine Höhe von 10,50 Metern und es gab insgesamt 36 davon. Viele Säulenteile liegen neben dem gewaltigen Unterbau. In seinem Innenraum soll eines der sieben antiken Weltwunder gestanden haben: eine 14 Meter hohe Zeusstatue aus Gold, Silber, Edelsteinen und Elfenbein. Der Tempel wurde 457 vor Christi fertiggestellt. Nördlich vom Zeus-Tempel befinden sich die Überreste des Hera-Tempels. Es folgt eine Schatzhausterrasse, auf der zahlreiche Schatzhäuser standen, die bis zum Eingang in das Stadion reicht. Durch ein Tonnengewölbe kommt man dann in das antike Stadion, das Platz für ca. 40.000 Zuschauer bot. Die Start- und Ziellinien aus Steinplatten an den beiden Enden des Stadions kann man noch gut erkennen. Im südlichen und westlichen Teil der Ausgrabungsstätte befanden sich zahlreiche Herbergen, Bäder und Thermen, von denen die meisten Grundmauern noch zu sehen sind. Westlich des Hera-Tempels stößt man noch auf die Überreste des Rundtempels Phillippeion (338 v. Chr.) und des quadratischen Bauwerks Prytaneion der Eleer, in dem die Olympiasieger bewirtet wurden (ca. 6.Jh. vor Christi). Im archäologischen Museum, das gegenüber der Ausgrabungsstätte liegt, sind zahlreiche Funde aus Olympia zu sehen. Gleich im Kassenbereich befinden sich zwei Modelle der Anlage, die zeigen, wie sie früher einmal ausgesehen haben muss. In den einzelnen Sälen sind u.a. Statuen, Skulpturen, Vasen, ein Bronzepferd sowie Sportgeräte und Waffen ausgestellt.

 
Paros

Paros (194 qkm - 8.500 Einwohner) gehört mit Sicherheit zu den schönsten Inseln der Kykladen und es zentriert sich nicht alles auf einen Ort. Besonders schön sind der Hauptort Parikia, der auch Fährhafen ist und der Hafenort Naoussa. Aber auch im Inselinneren gibt es zahlreiche hübsche Dörfer, die einen Besuch lohnen. In Parikia (liegt in einer kleinen Bucht an der Westküste und hat ca. 3.000 Einwohner) ist im Sommer immer etwas los. Der ursprüngliche Ortskern mit verwinkelten Gassen und zahllosen Kirchen und Kapellen im typischen Kykladenstil wird durch keine Betonbauten zerstört. Die Häuser stammen überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sehenswert ist die Kirche Ekatontapiliani, die aus drei Epochen stammt: der Kapelle Agios Nikolaos aus dem 4. Jahrhundert, der Kreuzkuppelkirche aus dem 6. Jahrhundert und dem Baptisterium aus dem 7. Jahrhundert. Parikia ist auch eine blumenreiche Stadt - überall blühen Hibiskus und Bougainvillea. Naoussa ist ein Fischerdorf und liegt idyllisch in einer großen Bucht im Norden der Insel. Auch hier findet man fast ausschließlich die weißen Kubenhäuser. Besonders am Hafen spielt sich im Sommer das Leben in zahlreichen Tavernen und Cafes ab. Im Umkreis von Naoussa befindet sich auch die schönsten Strände der Insel und einige größere und moderne Hotels.Im Inselinneren sollte man das Schmetterlingstal, in dem im Sommer Tausende von Schmetterlingen anzufinden sind besuchen. Außerdem lohnt ein Besuch des Bergdorfes Lefkes am Fuße des Profitis Ilias. Es ist ein altes Dorf mit vielen engen Gassen, in dem es noch ruhig und beschaulich zugeht.

 
Patmos

(34 qkm - 2.800 Einwohner) Patmos gehört zu den Dodekanes. Obwohl die Insel recht klein ist, hat sie so einiges zu bieten: schöne feinsandige Strände, idyllische Buchten, Sehenswürdigkeiten, eine schöne Altstadt und urige Tavernen - also alles, was das Urlaubsherz begehrt. Daher sind in den letzten Jahren auch zahlreiche Hotels gebaut worden und die Infrastruktur hat sich erheblich verbessert. Trotzdem hat man bisher nicht das Gefühl von Massentourismus. Da Patmos auch noch keinen Flughafen hat, kann man hoffen, dass es auch noch längere Zeit so bleibt. Die Schiffe legen im Naturhafen des Ortes Skala an. Es gibt zahlreiche schmale Gassen mit urigen Tavernen. Über dem Hafenort liegt in etwa 2 km Entfernung die Altstadt Chora mit dem großen Kloster Moni Agios Ioannis Theologes, das 260 Meter über der Insel thront.

 
Peloponnes

Der Peloponnes ist eine Halbinsel die durch eine nur ca. 5.600 Meter breite Landenge mit dem griechischen Festland verbunden ist. Durch den Kanal von Korinth ist der Peloponnes Ende des 19. Jh. sogar zu einer künstlichen Insel gemacht worden. Die Halbinsel ist ca. 21.500 qkm groß und hat ca. 1 Mio. Einwohner. Der Peloponnes zählt zu den schönsten und interessantesten Gebieten Griechenlands und ist sehr gebirgig. Die höchsten Berge erreichen eine Höhe von über 2.400 Metern. Auf dem Peloponnes gibt es so berühmte und sehenswerte Stätten wir Olympia, Epidauros, Mykene, Korinth, Nafplion und Sparta. Aber auch viele mittelalterliche Burgen und zahlreiche Kirchen und Klöster lohnen einen Besuch. Die größten Städte sind Patras und Kalamata. Um den Ort Nemea befindet sich eines der größten Weinanbaugebiete Griechenlands. Schöne Strände findet man an der Westküste bei Loutra Kyllinis. Hier und um Nafplion liegen die touristischen Zentren des Peloponnes.

 
Poros

(33 qkm - 4.000 Einwohner) Poros liegt nur 400 Meter von der Küste des Peloponnes entfernt und gehört zu den Saronischen Inseln. Der Hauptort der Insel heißt ebenfalls Poros und liegt auf der Seite zum Peloponnes. Die Altstadt von Poros zieht sich einen Berg hinauf und hat viele Gassen und Stufen. Das Städtchen - wie auch der Rest der Insel - sind noch recht beschaulich. Sehenswert ist außer dem Ort Poros nur noch der Poseidon-Tempel, von dem aber auch nur spärliche Überreste vorhanden sind. Er liegt ca. 6 km vom Ort Poros entfernt. Die Strände auf Poros (fast ausschließlich auf der Seite zum Peloponnes gelegen) sind recht gut, aber überwiegend ziemlich klein.

 
Samos

Die Insel Samos (475 qkm - 31.000 Einwohner) liegt nur 2 km von der türkischen Küste entfernt. Sie ist eine der nordostägäischen Inseln und touristisch gut erschlossen. Samos gehört mit Sicherheit zu den landschaftlich schönsten Inseln - viele Wälder, Berge, Weingärten und Olivenhaine prägen das Bild. Haupt- und Hafenort ist Samos-Stadt oder auch Vathi genannt. Dieses Städtchen liegt in einer Bucht auf der Nordostseite der Insel und hat ca. 8.000 Einwohner. Die Häuser ziehen sich malerisch einen Hang hinauf. Der schönste Teil der Stadt ist Ano Vathi, der oberhalb des Zentrums liegt. Der Aufstieg ist zwar recht beschwerlich, lohnt sich aber auf alle Fälle. Hier befindet sich in der Nähe des Stadtparks das archäologische Museum mit interessanten Funden vom Hera-Tempel.

 
Samothraki

Samothraki (178 qkm - 3000Einwohner) gehört zu den nordostägäischen Inseln. Da die Insel verkehrsmäßig nicht sehr günstig liegt, ist sie touristisch noch nicht überlaufen. Auch die Auswahl an guten Stränden ist sehr beschränkt. Dafür bietet Samothraki viele Wälder, mehrere Quellen und eine gebirgige Landschaft und ist somit ideal für Wanderer und Bergsteiger. Das Klima ist auch im Sommer gut erträglich. Etwa 6 km landeinwärts liegt der frühere Hauptort der Insel, Samothraki, recht schön an einem Hang des Saos-Gebirges. Eine Burgruine thront über dem Dorf, in dem jetzt nur noch knapp 700 Einwohner leben. Therma ist ein kleiner Ort an der Nordküste mit einem Schwefelbad. Er hat sich zu einem touristischen Zentrum entwickelt. Nicht weit von Therma entfernt landeinwärts Richtung Osten befinden sich zwei Wasserfälle. Ein dritter, sehr kräftiger Wasserfall vom Fluss Phonias befindet ungefähr 5km weiter. Sehr interessant sind die Ausgrabungen von Paläopolis auf der Nordseite der Insel, wo man das Heiligtum der Großen Götter besichtigen kann. Eine Ausgrabungsstätte, die im Altertum in der Bedeutung Delphi nicht nachstand. Hier wurde die berühmte Nike-Statue gefunden. Das Original steht seit mehreren Jahren in Paris, eine Nachbildung befindet sich im Museum von Paläopolis. Ganz im Osten findet sich ein kilometerlanger dunkler Kieselstrand, an dem man sehr gut baden kann. Die Stelle nennt sich Kipos was so viel bedeutet wie Garten. Der einzige Sandstrand der Insel ist Pahia Ammos und befindet sich an der Südküste der Insel. Sehenswert ist die Kapelle Kremniotisa aus dem 11. Jh. auf einem hohen Felsvorsprung oberhalb von Pahia Ammos mit einer tollen Aussicht auf das Meer und die Insel Gökceada in der Türkei. Berühmt ist die Insel aber auch durch die Schaf- und Ziegenaufzucht. Die Osterlämmer von hier werden in ganz Griechenland gegessen. Im Sommer gibt es speziell im Ort Profitis Ilias in jedem Restaurant Ziege am Spieß.

 
Santorin

Santorin (73 qkm - 9500 Einwohner) wird in Griechenland Thira genannt und ist die wohl schönste und außergewöhnlichste Insel der Kykladen. Die heutige Insel entstand aus der wohl größten Naturkatastrophe der Geschichte ca. 1600 vor Christi, als ein gigantischer Vulkanausbruch die damalige Insel auseinanderbrechen ließ. 100 Meter hohe Flutwellen sollen dabei sogar verheerende Schäden auf Kreta und der dortigen Kultur angerichtet haben. Heute liegen um den bis zu 400 Meter hohen Krater die Insel Santorin sowie die kleinen Inseln Thirasia und Aspronisi. Im Krater liegen dann noch die Inseln Palea Kameni und Nea Kameni, die Jahrhunderte später durch weitere Tätigkeiten des Vulkans an die Wasseroberfläche kamen. Am Kraterrand von Santorin befinden sich die sehr schönen Orte Fira und Oia. Ein Spaziergang durch diese Orte entlang des Kraterrandes bleibt unvergesslich und es bieten sich immer wieder tolle Fotomotive - fantastische Panoramablicke und Sonnenuntergänge, leuchtend weiße Häuser auf verschiedenen Ebenen, blaue Kirchen-Kuppeln und verschlungene Gassen. Viele Ferienwohnungen, Pensionen und kleinere Hotels liegen direkt am Kraterrand - diese Zimmer haben meist aber auch ihren Preis. In Fira reiht sich ein Geschäft an das nächste, was wahrscheinlich mit den vielen Gästen von den Kreuzfahrtschiffen zusammenhängt, die fast täglich vor Santorin liegen. Zum kleinen Hafen geht es ca. 700 Stufen hinunter. Man kann aber auch auf einem der vielen Maultiere den Weg zurücklegen oder mit einer Seilbahn fahren. Etwas ruhiger geht es in den Orten Firostefani und Imerovigli zu, die an Fira angrenzen. Oia liegt an der Nordspitze der Insel und ist vielleicht noch einen Tick schöner. In Oia gibt es zahlreiche Höhlenwohnungen, die in den letzten Jahren in Appartements für Urlauber umgebaut wurden. Dieser Ort hat mehrere Kunsthandwerksläden, Bildergalerien und Boutiquen. Im Inselinneren lohnt ein Besuch des Dorfes Pirgos, das auf einem Hügel liegt. Hier befindet sich auch der Profitis Ilias, der mit 567 Metern höchste Berg der Insel. Im Süden der Insel kann man eine einmalige Ausgrabungsstätte besichtigen: Akrotiri ist eine durch den 1600 vor Christi ausgebrochenen Vulkan zerstörte Siedlung, die erst 1967 entdeckt wurde. Da sie durch eine Bimssteinschicht begraben wurde, ist sie die bisher einzige entdeckte intakte Stadt aus der Bronzezeit. Die Ausgrabungsstätte ist überdacht, damit Witterungseinflüsse sie nicht zerstören. Bisher wurde nur ein Teil der ganzen Siedlung freigelegt, doch was man zu sehen bekommt ist beeindruckend. Baden kann man auf Santorin am besten an der Ostküste. Besonders schön ist der Strand von Kamari, ein schwarzer Lava-Strand. Im Ort Kamari gibt es zahlreiche Hotels und Tavernen.

 
Saronische Inseln

Die Saronischen Inseln liegen zwischen Attika und dem Peloponnes. Zu den Inseln gehören u.a. Ägina, Hydra, Poros und Spetses. Da sie vor der "Haustür" von Athen liegen, verbringen viele Athener das Wochenende auf diesen Inseln. Erreicht werden die Inseln mit Fähren oder mit Tragflächenbooten.

 
Sifnos

(73 qkm - 2.000 Einwohner): Sifnos gehört zu den westlichen Kykladen und ist eine sehr schöne Insel, die in den letzten Jahren einen touristischen Aufschwung erlebt hat. Sie ist wesentlich grüner als die Nachbarinseln. Der Hafenort Kamares liegt an der Westküste und ist im Sommer ziemlich überlaufen. Der Hauptort Apollonia liegt im Inselinneren auf der Ostküstenseite und ist ein sauberes typisches Kykladen-Dorf mit engen Gassen, weißen Kapellen und schönen Häusern. In der Nähe liegt das Dorf Artemonia, in dem viele Patrizierhäuser stehen. Hier wohnen die gut betuchten Leute von Sifnos. Im Dorf Exambela sollte man das Kloster Panagia tis Vrisis besuchen. Auf der Insel gibt es auch mehrere sehr schöne Strände - z.B. Plati Gialos im Süden der Insel, am Hafenort Kamares und in der Nähe des Dorfes Faros.

 
Skiathos

Skiathos (58 qkm - 5.000 Einwohner) gehört zu den nördlichen Sporaden und ist voll in der Hand der Touristen. Über 50 Strände, von denen zahlreiche zu den schönsten Griechenlands gehören, locken jedes Jahr viele Urlauber auf die Insel. Kein Wunder, dass es mittlerweile über 15.000 Gästebetten auf der Insel gibt. Bedeutende antike Stätten findet man dafür auf Skiathos nicht. Die Insel ist verhältnismäßig flach, der höchste Berg ist nur knapp 440 Meter hoch. Der Ort Skiathos ist im Sommer hoffnungslos überlaufen. Diskotheken, Bars und Nobel-Restaurants haben die ursprünglichen Tavernen und Kafenia fast vollständig verdrängt. Die Nacht wird hier zum Tag gemacht und erinnert schon stark an das nächtliche Treiben auf Mykonos. Der Ort selbst ist sehr schön - weiße Häuser mit roten Ziegeln ziehen sich einen kleinen Berg hinauf. Sehr schöne Badebuchten und Strände gibt es entlang der ganzen Südküste der Insel. An der Westküste sind die Strände von Krassas und Agia Elenis zu empfehlen. Mandraki, Ormos Gournes und Lalaria sind einige der Strände, die an der Nordküste zu empfehlen sind. Sehenswert auf der Insel sind einige Klöster. Das Kloster Evangelistria aus dem 18. Jh. liegt nördlich vom Ort Skiathos, das Kloster Kechrias aus dem 15. Jh. liegt an der Westküste der Insel.

 
Skiros

(208 qkm - 3.000 Einwohner) Skiros ist die größte Sporaden-Insel, vom organisierten Tourismus bisher aber fast vollständig verschont geblieben. Der Grund liegt wahrscheinlich in der Entfernung, denn Skiros liegt ziemlich weit weg von den anderen Inseln der Sporaden. Die Touristen, die auf die Insel kommen halten sich auf dem nördlichen Teil der Insel auf. Dort liegt auch der Hauptort der Insel, der ebenfalls Skiros heißt (an der Ostküste, der Ort wird manchmal auch Chora genannt). Die Fähren legen aber an der Westküste in Linaria an. Der Ort Skiros ist sehr schön und erinnert an ein Amphitheater - enge Gassen und gepflegte weiß getünchte Häuser ziehen sich einen Berg hinauf. Eine Festung aus der venezianischen Zeit thront über der Stadt. Sehenswert sind auch das Mönchskloster Agios Georgios, das Faltais-Museum und das archäologische Museum. Vom Ort Skiros empfiehlt sich eine Bootstour entlang der Küste, bei der man auch die Grotten von Pendekali und Gerania anläuft. Der Süden der Insel ist gebirgig und einsam. Die Straßen sind überwiegend in einem schlechten Zustand. Der Norden ist hingegen wesentlich flacher. Schöne Strände liegen bei Magasia und Molos und befinden sich etwas nördlich vom Ort Skiros an der Ostküste. An der Westküste ist die Bucht von Kalogrias mit einem Sandstrand besonders schön.

 
Skopelos

(96 qkm - 5.000 Einwohner) Im Gegensatz zu Skiathos, das auch zu den Nördlchen Sporaden gehört, hält sich der Touristentrubel auf der Nachbarinsel Skopelos noch in Grenzen. Aber auch Skopelos hat sehr schöne Strände und bietet gute Wandermöglichkeiten. Nur Skopelos-Stadt mit seinen weißen Häusern und roten Dächern ist in der Hochsaison manchmal ziemlich voll. Der Hafenort liegt in einer wirklich schönen Bucht an der Ostküste und die Häuser ziehen sich einen Hang hinauf. Skopelos ist auch die Insel der Kirchen, Klöster und Kapellen - über 350 soll es von ihnen geben und viele davon liegen sehr schön in einer Landschaft mit Mandel-, Oliven- Pflaumen- und Feigenbäumen. Schöne Strände sind Limnonari und Hovolo, Milia sowie Panormos. Ein bezauberndes Bergdorf ist Glossa, welches ziemlich weit im Norden der Insel liegt. Die Häuser ziehen sich malerisch einen Hang hinauf. Von hier oben genießt man einen herrlichen Ausblick. Der zweite Hafenort der Insel, an dem auch Fähren anlegen, ist Loutraki und liegt im Norden der Insel an der Westküste. Hier geht es noch ziemlich gemütlich und beschaulich zu und es gibt zahlreiche Tavernen und Kafenia.

 
Sparta

Sparta liegt auf dem Peloponnes, ist die Hauptstadt Lakoniens und ist eigentlich eine schmucklose Stadt. In der Antike war Sparta eine bedeutende Stadt, von der aber nur sehr wenige Zeugnisse erhalten geblieben sind. Das heutige Sparta wurde Mitte des 19. Jh. an der Stelle der antiken Stadt erbaut und hat ca. 12.000 Einwohner. Einen schönen Ausblick genießt man vom Akropolis-Hügel. Von hier aus blickt man auf die grüne Ebene mit zahllosen Olivenbäumen und auf Mistra. Die antiken Überreste auf dem Akropolis-Hügel sind recht spärlich. Am westlichen Stadtrand liegt der Tempel der Artemis Orthia, dessen Fundamente (17 x 6,60 Meter) aus dem 6. Jh. v. Chr. stammen. Hauptattraktion ist jedoch das ca. 5 km von Sparta entfernt liegende Mistra. Diese Stätte war einst die byzantinische Metropole auf dem Peloponnes und liegt landschaftlich sehr schön an einem steilen Hang und ist bis heute fast unverändert geblieben. Das verlassene Dorf hat zahlreiche byzantinische Kirchen und Klöster sowie Ruinen von Palästen und vielen Herrenhäuser. In Mistra sollen früher einmal über 40.000 Menschen gelebt haben.

 
Spetses

(22 qkm - 3.500 Einwohner) Spetses ist die südlichste der Saronischen Inseln, ist ziemlich waldreich und liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe zum Peloponnes. Die Insel hat nur einen Ort und der heißt auch Spetses (liegt auf der Seite zum Peloponnes). Von hier gibt es auch Fährverbindungen nach Kosta (Peloponnes) und nach Piräus einschließlich Hydra, Poros und Ägina. Der Platz am Hafen wird Dapia genannt. Zahlreiche Tavernen umgeben diesen Platz und es gibt mehrere imposante Herrenhäuser. Spetses ist noch verhältnismäßig ursprünglich und es gibt mehrere recht schöne Strände.

 
Symi

(58 qkm - 2.500 Einwohner) Symi zählt zu den Highlights unter den Dodekanes-Inseln, obwohl die Insel auf den ersten Blick steinig und kahl wirkt. Der Hafen von Symi, der einem Fjord ähnelt, gehört zu den malerischsten Häfen der ganzen Ägäis. Vom Hafen ziehen sich zahlreiche alte Herrenhäuser einen Hügel hinauf. Täglich kommen viele Ausflugsboote für einige Stunden nach Symi. Dann ist es im kleinen Hafenort ziemlich voll. Danach kehrt aber wieder eine gemütliche Ruhe ein und man kann das Treiben am Hafen oder im Oberdorf genießen. Zum Oberdorf gelangt man über unzählige Stufen und man kommt an vielen schönen alten Herrenhäusern vorbei, die seit einigen Jahren zunehmend restauriert werden und den alten Glanz widerspiegeln. Vom Oberdorf hat man einen herrlichen Blick in des gebirgige Inselinnere und hinunter in den wunderschönen Hafen.

 
Syros

(86 qkm - 20.000 Einwohner) Syros ist eine recht kleine Kykladen Insel, mit ca. 20.000 Einwohnern aber dicht besiedelt, liegt in fast in der Mitte der Kykladen und hat mit Ermoupolis die Bezirkshauptstadt der Kykladen. Wenn man mit der Fähre den Hafen von Ermoupolis anläuft, bietet sich ein traumhafter Blick auf diese Stadt. Die Häuser ziehen sich an zwei Hügeln hinauf auf deren Kuppeln eine katholische Bischofskirche und die orthodoxe Kathedrale stehen. Die Stadt hat einiges zu bieten: die marmorgepflasterte Platia Miaouli, das Archäologische Museum und das Apollontheater. Aber viele der schönen Häuser stehen mittlerweile leer und verfallen so langsam. Der Norden der Insel ist kaum besiedelt. Der Ort mit dem schönsten Strand heißt Galissas und liegt an der Westküste.

 
Thassos

Thassos (398 qkm - 14.000 Einwohner) ist die zweitgrößte der nordägäischen Inseln und die nördlichste Insel Griechenlands. Wegen ihrer Nähe zum Festland gehört sie jedoch zum Regierungsbezirk von Kavalla (Ost-Makedonien). Die Insel ist vom Tourismus noch nicht so sehr überlaufen, obwohl sie sehr schöne Strände hat und auch recht abwechslungsreich ist. Leider wurden 1986 größere Waldgebiete Opfer einer schlimmen Brandkatastrophe. Trotzdem ist Thassos immer noch eine grüne Insel. Der höchste Berg der Insel ist 1.204 Meter hoch. Thassos-Stadt (ca. 3.000 Einwohner) und Skala Prinos sind die Fährhäfen der Insel. In Thassos-Stadt lohnt ein Besuch der antiken Agora (aus dem 5. Jh. v. Chr. - mit einigen wieder aufgestellten Säulen), des archäologischen Museums (mit Funden aus der archaischen und römischen Zeit) und des Amphitheater. Schöne Strände findet man an der Ostküste bei Kinira, an der Südküste bei Aliki und an der Westküste im Umkreis von Potos.

 
Thessalien

Die Region Thessalien liegt so ziemlich in der Mitte Griechenlands (östlich der Region Epirus und südlich der Region Makedonien. Die Haupteinnahmequelle der ca. 1 Million Menschen ist immer noch die Landwirtschaft (u.a. Weizen, Baumwolle, Oliven und Wein). Die östliche Hälfte ist von großen Ebenen geprägt, während die westliche Hälfte sehr gebirgig ist. Schöne Strände gibt es eigentlich nur auf der Halbinsel Magnisia. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Thessalien sind die Meteora-Klöster

 
Thessaloniki

Thessaloniki ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands und hat mittlerweile über 900.000 Einwohner. Thessaloniki ist die Hauptstadt der Region Makedonien, war 1997 Kulturhauptstadt Europas und ist ein bedeutendes Wirtschaftszentrum und ein wichtiger Umschlagplatz für den Handel mit dem Balkan sowie dem Nahen und Mittleren Osten. Schon in der Antike war Thessaloniki sehr bedeutend, denn die Stadt lag an der Via Egnatia, dem Handelsweg zwischen Italien und Konstantinopel. Gegründet wurde die Stadt 315 v. Chr. von König Kassandros und erhielt den Namen seiner Frau Thessaloniki, einer Schwester von Alexander dem Großen. 1430 wurde Thessaloniki von den Türken erobert. Von der Beatzungszeit zeugen noch heute mehrere Moscheen. Saloniki - wie die Stadt von den meisten Griechen genannt wird - ist eine moderne Stadt mit zahlreichen ruhigen Ecken und mehreren antiken und mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten.

 
Thrakien

Die Region Thrakien ist die nordöstlichste Region Griechenlands und grenzt an Bulgarien und der Türkei. Westlich von Thrakien liegt die Region Makedonien. Zur Grenze nach Bulgarien ist diese Region sehr gebirgig. Zur Küste hin erstrecken sich ausgedehnte Ebenen mit riesigen Tabakplantagen und Getreidefeldern. Das Wasser aus dem Gebirge lässt hier eine ertragreiche Bewirtschaftung zu. Über 400 Jahre war diese Region von Türken und Bulgaren besetzt. Den muslimischen Einfluss merkt man noch besonders in der Bezirkshauptstadt Xanthi (ca. 30.000 Einwohner), denn in Xanthi und den umliegenden Dörfern leben noch zahlreiche türkische Moslems und der islamischen Religion angehörige bulgarischstämmige Bewohner.

 
Tilos

(63 qkm - 300 Einwohner) Tilos ist eine kleine und ruhige Insel, die zwischen Rhodos und Kos liegt und zu den Dodekanes gehört. Es gibt nur drei bewohnte Orte: den Hafenort Livadia und die beiden Dörfer Megalo Chorio im Norden und Eristos an der Westküste. Bei den Stränden handelt es sich überwiegend um Kieselstrände. Eine kleine "Geisterstadt" ist Mikro Chorio, ein Dorf in dem seit über 30 Jahren niemand mehr wohnt. Dieses verlassene Dorf liegt nur wenige Kilometer von Livadia entfernt. Ein Ausflugsziel ist dann noch das Kloster Agios Pandeleimonas.

 
Tinos

(194 qkm - 8.000 Einwohner) Tinos wird auch "die heilige Insel der Ägäis" oder "das griechische Lourdes" genannt und ist jedes Jahr am 15. August (Maria Entschlafung) ein Wallfahrtsort für Tausende von gläubigen Orthodoxen. Die Insel gehört zu den Kykladen. Grund dafür ist, dass auf Tinos im Jahr 1823 eine mehre Jahrhunderte alte Marienikone oberhalb von Tinos-Stadt gefunden wurde. An dieser Stelle befindet sich jetzt die palastähnliche Kirche Panagia Evangelistria mit der Ikone, zu der eine Wallfahrtsstraße führt. Die Gläubigen, die jährlich nach Tinos kommen, haben der Insel zu einem gewissen Wohlstand verholfen. Ausländische Touristen sind immer noch in der Minderheit. Nördlich von Tinos-Stadt liegen zahlreiche schöne Dörfer um den ca. 540 Meter hohen Exombourgo. Weiter im Norden (an der Westküstenseite) befinden sich die Marmordörfer (z.B. Kardiani und Pirgos). Pirgos, ein weißes Dorf in den grünen Marmorbergen, hat eine lange Tradition in der Marmor-Verarbeitung. Bedeutende Steinmetze sind hier ansässig. Die wenigen Strände der Insel sind meist nur durchschnittlich. Einziger Badeort ist Ormos Panormou

 
Zakynthos

(402 qkm - 35.000 Einwohner) Zakynthos ist die südlichste der größeren Ionischen Inseln. Im Gegensatz zu Kephallonia ist Zakynthos nicht so gebirgig und schroff (der höchste Berg ist ca. 750 Meter hoch), hat dafür aber große Olivenhaine und Weinfelder. Zakynthos-Stadt liegt an der Ostküste und zieht sich einen Hügel hinauf. In der Stadt lohnt ein Besuch des byzantinischen Museums. Über der Stadt findet man noch die Überreste einer venezianischen Burg. In unmittelbarer Nähe von Zakynthos-Stadt gibt es mehrere Strände. Schöner sind jedoch die Strände etwas weiter im Süden bei Laganas. Hier liegen aber auch mehrere größere Hotels und daher ist es teilweise auch ziemlich voll. Ganz im Norden liegen die bekannten blauen Grotten, die man mit kleinen Booten besichtigen kann. Eine weitere Hauptattraktion ist der von vielen Fotos bekannte Schiffswrack-Strand im Nord-Westen der Insel.

 
Zentralgriechenland

Zentralgriechenland erstreckt sich von Athen über Böotien bis nach Delphi, der bedeutendsten Ausgrabungsstätte dieser Region. Diese Region reicht in seiner Breite vom Ionischen Meer bis an die Ägäis und ist daher landschaftlich sehr Abwechslungsreich - hohe Berge (teilweise über 2.500 Meter hoch) im westlichen und mittleren Teil, weite Ebenen an der Ostküste und Lagunen im Südwesten. Im Süden reicht die Region bis an den Korinthischen Golf. Zu den landwirtschaftlichen Erzeugnissen gehören u.a. Tabak, Baumwolle, Reis, Oliven und Wein.

 
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