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Arica

Arica ist eine Stadt im großen Norden Chiles in der Región de Arica y Parinacota, Provinz de Arica. Im Volksmund ist Sie auch als die "Stadt des ewigen Frühlings" bekannt. Sie ist eine Verbindungsstelle ins benachbarte Peru, welches die Stadt während des Salpeterkrieges verlor. Arica hat 186.000 Einwohner. Arica ist die nördlichste Stadt Chiles und liegt nur wenige Kilometer entfernt von der Grenze zu Peru am Pazifik. Die Entfernung zu Santiago beträgt 2051 Kilometer. Die Stadt liegt an der Mündung der Flüsse Río Lluta und Río San José de Azapa. In der Stadt herrscht Wüstenklima. Die Temperaturen schwanken im Jahresmittel um knapp 19 °C. Es regnet praktisch nie. Wasser aus den Anden sorgt aber für grüne Parks und ermöglicht eine ausgedehnte Landwirtschaft in den Flusstälern.

 
Atacama Wüste

Die Atacama gilt als die trockenste Wüste der Erde. Sie liegt in Südamerika im Norden Chiles und grenzt im Westen an den Pazifik, im Norden an Peru und im Osten an Bolivien und Argentinien. Die Región de Atacama bildet die Region III innerhalb von Chile. Sie ist relativ dünn besiedelt. Die Atacama liegt im Regenschatten der Anden; etwaige Ostwinde sind trocken und bringen keine Niederschläge. Nahe der Küste verhindert eine kalte Meeresströmung, der Humboldtstrom, die Entwicklung von Regenwolken, so dass, anders als weiter nördlich oder südlich, kein Steigungsregen fällt. Das kalte Meerwasser bedingt allerdings, dass die Atacama kühl ist und insbesondere in Küstennähe oft Nebel vorherrscht, weshalb die Atacama auch zu den Nebelwüsten gehört. Durch die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño, das mit einem Zurückbleiben des Humboldtstromes einhergeht, kommt es relativ regelmäßig im Abstand von etwa 6-10 Jahren zu heftigen Niederschlägen. Diese führen dann für einen kurzen Zeitraum zum Erblühen der Wüste. Die Atacamawüste ist etwa 15 Millionen Jahre alt und im Jahresmittel fällt hier nur etwa 1/50-stel der Regenmenge, die zum Beispiel im Death Valley in den USA gemessen wird. Es gibt Wetterstationen in der Atacama, die in ihrer Geschichte nicht einen Tropfen Niederschlag verzeichnet haben.

 
Calama

Calama ist eine Stadt in Chile in der Región de Antofagasta. Sie hat 140.700 Einwohner. Die Wüstenstadt Calama liegt auf einem Zwischenhochplateau inmitten der Wüste Atacama, etwa 600 km südlich von Arica. Mit einem Jahresniederschlag von 0 mm soll die Stadt der trockenste Ort der Erde sein. Entsprechend gibt es praktisch keine Vegetation in der Umgebung der Stadt. Die Stadt hieß früher Chiu-Chiu und wurde 1840 in Calama umbenannt. Sie gehörte damals zu Bolivien. Im Salpeterkrieg wurde die Stadt am 23. März 1879 von chilenischen Truppen erobert und gehört seitdem zu Chile. 1886 erhielt die Stadt eine Eisenbahnanbindung. Nachdem in der verseuchten Nähe der Kupfermine Chuquicamata seit dem 1. Januar 2003 niemand mehr leben darf, erlebte Calama ein rasantes Wachstum.

 
Carretera Austral

Die Carretera Austral ist eine rund 1350 Kilometer lange Straße von Puerto Montt nach Villa O'Higgins an der Südgrenze der Región de Aisén. Lange Zeit war der Süden Chiles nur per Flugzeug oder Schiff zu erreichen. Der Panamericana-Highway führte nicht durch diese unwegsame Gegend, sondern über Argentinien nach Feuerland; der Grund liegt in der dichten Bewaldung des Gebietes, wohingegen das argentinische Patagonien sehr karg ist und somit weitaus leichter zu bebauen. Im Jahre 1976 begann Diktator Augusto Pinochet mit dem Bau der Carretera Austral. Die Carretera Austral bildete das aufwendigste Großprojekt in Chile im 20. Jahrhundert. Ausgangspunkt für den Bau war die Stadt Puerto Montt. Mehr als 10000 Soldaten wurden zeitweise für den Bau eingesetzt. Der Straßenbau erwies sich als äußerst schwierig, da die Landschaft von Fjorden, Gletschern und Gebirgszügen durchzogen ist. Mehr als 20 Jahre wurde an der Straße gebaut. Die reine Nord-Süd-Route erwies sich als technisch unmöglich. So führen rund 1150 km von Norden nach Süden und rund 229 km von West nach Ost.

 
Chuquicamata

Chuquicamata ist eine Stadt in der Atacama-Wüste im Norden Chiles, ca. 15 km von der Stadt Calama entfernt. Sie ist bekannt durch den größten Kupfer-Tagebau der Welt. Mittlerweile ist Chuquicamata fast schon eine Geisterstadt - nur noch wenige Familien leben dort, da die Mine sich immer weiter ausbreitet und der Platz für große Schutthalden gebraucht wird. In absehbarer Zeit werden auch die letzten Einwohner Chuquicamata verlassen haben, um im neuen, eigens errichteten Wohngebiet in Calama zu leben. Im Jahr 1912 hat die US-Firma Guggenheim Bros. die Mine in Besitz genommen. Ein Jahr später starteten die ersten Arbeiten und im Frühjahr 1915 begann in Chuquicamata die Produktion von elektrolytisch gewonnenem Kupfer. 1923 übertrug Guggenheim Bros. die Mine an die Anaconda Copper Mining Company. Mit der Reform der Verfassung am 11. Juli 1971 wurde die Kupferproduktion verstaatlicht. Seitdem gehört die Mine dem Staatsunternehmen Codelco.

 
Iquique

Iquique ist eine Stadt in Chile. Die Hauptstadt der Región de Tarapacá hat 164.396 Einwohner. Iquique ist eine Stadt der Gegensätze: Das Stadtzentrum wirkt wohlhabend und erinnert an Miami Beach. In der Vorstadt findet man ausgedehnte Elendsviertel. Westlich der Wüste Atacama liegt die Stadt zwischen Pazifik und Kordilleren, bis etwa 50 Meter über dem Meeresspiegel.

 
Isla de Chiloé

Ein dutzend Mal täglich brummt der Bus von Puerto Montt durch die Heide an den Sund von Chacao, wo die Fähre wartet. Die Möwen kreischen hämisch, das Meer schäumt, und drüben sind schon die Kühe zu sehen. Die Insel Chiloé, 250 km lang und 50 km breit (150 000 Ew.), liegt wie eine grüne Riesenschildkröte vor dem chilenischen Festland im Pazifik. Die Bewohner der Hauptinsel und der zahlreichen vorgelagerten Eilande, die Chiloten, überstehen den Wechsel der Winde und den Wandel der Gezeiten mit der stoischen Ruhe wettergegerbter Steuerleute. Sie spinnen ihr Garn auf die langsame, bedächtige Art. Die Chiloten sind Kartoffelbauern und Muschelfischer. Ein Boot am Ufer, eine Kuh im Stall, Schweine im Koben und Hühner vor der Hütte hat ein jeder - und Schafe für die Pullover gegen den kalten Wind auch. Fünfsternehotels wird man auf Chiloé vergebens suchen. Aber Herzlichkeit und weiche Betten nah am Kanonenofen sind reichlich vorhanden. Die Insel Chiloé ist Balsam für die Nerven. Hier bewegt sich alles in Zeitlupe - so wirkt es jedenfalls. Dabei haben die Chiloten bloß Zeit, die kostbare, die andernorts im hektischen Leben der Neuzeit längst abhanden gekommen ist.

 
Isla de Pascua, Osterinsel

Warum eigentlich Isla de Pascua, Osterinsel? Als der holländische Admiral Jakob van Roggeveen 1722 auf die Insel stieß, war für ihn, den Christen, gerade Ostersonntag. Der dreieckige, 166 km² große Vulkanbrocken im Pazifik - zum Vergleich: Die deutsche Ostseeinsel Fehmarn ist 185 km² groß - heißt in der Sprache der Ureinwohner Rapa Nui (»großer Flecken«). Legenden sprechen auch von Te Pito o te Henua, dem »Nabel der Welt«. Die Geschichte seiner Besiedlung und Kultur stellt die Wissenschaft immer wieder vor neue Fragen. Heute gilt als sicher, dass um 350 n. Chr. die ersten polynesischen Seefahrer mit ihren Auslegerbooten hier landeten. In ihrer Jahrhunderte dauernden Isolation entwickelten die Rapa Nui eine einzigartige Kultur. Deren eindrucksvollste Ausprägung, die Moai - bis zu 21 m hohe, tonnenschwere Standbilder -, sind Porträts von Stammeshäuptlingen. Sie wurden auf Ahu genannten steinernen Begräbnisstätten errichtet. Auf dem Kopf saß der runde Pukao aus rötlichem Lavastein. Die Augen blickten starr ins Landesinnere. So beschützten die Ahnen ihre Nachfahren. Zur Blütezeit dieser Kultur säumten an die 600 Moais die Küste. Rund 400 unvollendete Statuen blieben am Kraterhang des Vulkans Rano Raraku liegen. Ende des 16. Jhs. kam es zur Katastrophe durch Überbevölkerung und Raubbau an den Ressourcen. Es fehlte an Holz, um neue Schiffe für den Fischfang zu bauen, die Erosion schwemmte Ackerboden ins Meer, ein Bürgerkrieg brach aus. Nach blutigen Kämpfen stürzte man die Moais der jeweils gegnerischen Sippe um. Als James Cook 1774 auf der Osterinsel landete, sah er keinen aufrecht stehenden Moai mehr. Eine Kultur war implodiert. In den folgenden Jahrzehnten liefen immer mehr weiße Seefahrer das baumlose Eiland an. Europäische Seeleute, amerikanische Walfänger und peruanische Sklavenhändler entführten, vergewaltigten und ermordeten die Menschen von Rapa Nui. Eingeschleppte Krankheiten breiteten sich aus. Hatte Roggeveen 1722 noch 20 000 Einwohner geschätzt, lebten um 1870 auf Rapa Nui nur noch knapp 100. Seit 1888 gehört die 3765 km vom Festland entfernte Osterinsel zu Chile. Allerdings bekamen die Einheimischen erst 1965 Ausweise und durften ihre Insel verlassen. Vorher waren sie Sklaven im eigenen Land, lebten quasi als Leibeigene für die Pächter, die Rapa Nui in eine Schaffarm verwandelt hatten. Die meisten der heute 3800 Bewohner leben im einzigen Ort der Insel, Hanga Roa. Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. Einige der Moais wurden restauriert und wieder aufgerichtet. Einmal im Jahr, Anfang Februar, besinnen sich die Menschen von Rapa Nui intensiv auf ihre Traditionen. Über Monate hinweg bereiten sie das Tapati-Fest vor. Tänze und Gesänge werden geübt, Kostümschneider, Schnitzer und Tätowierer haben Konjunktur. Die jungen Männer trainieren für gefährliche Wettkämpfe wie »Rodeln« auf Bananenstauden am Steilhang, Wettschwimmen und Paddeln über den Vulkansee. Am Ende der zweiwöchigen Feiern wird die Königin gekrönt. Die Zeremonie findet bei Mond- und Fackelschein unter dem starren Blick der Moai-Statuen statt. Alles ist viel teurer als auf dem Festland. Nehmen Sie genug Bargeld mit (Pesos, Dollar), Kreditkarten werden nur in besseren Hotels und Restaurants akzeptiert.

 
Lago Llanquihue

Mal wild schäumend, mal sanft kräuselnd, mal Vulkane spiegelnd: So präsentiert sich ca. 20 km nördlich von Puerto Montt der riesige Llanquihue-See, mit 877 km² das größte Gewässer im Seengebiet. Das Westufer hat sich zu einem Touristenzentrum gemausert. In Puerto Varas, Llanquihue und Frutillar erzählen Holzvillen, Straßenschilder und kuchenes von den deutschen Einwanderern, die diese dicht bewaldeten Gefilde in Viehweiden verwandelten. Ein nostalgisch verklärtes Bild davon vermittelt das Museo Colonial in Frutillar. An sonnigen Nachmittagen sitzt man in Cafés mit Namen wie »Bauernhaus«, schlemmt Schwarzwälder Kirschtorte, taxiert die flanierenden Feriengäste und fühlt sich wie am Bodensee - statt der Alpen grüßen die Vulkane Puntiagudo, Osorno und Calbuco vom anderen Seeufer herüber.

 
Parque Nacional Bernardo O'Higgins

Der Nationalpark liegt im zwischen der Región de Aisén und der Región de Magallanes y de la Antártica Chilena im Süden Chiles zwischen dem 48° und 51° 38' südlicher Breite. Er beginnt im Süden über der Isla Evans und reicht bis etwa Villa O'Higgins ca. 400 km nördlich. Die Stadt Puerto Natales liegt etwa 100 km südwestlich. Man reist über den Esperanza-Ultima-Fjord von Puerto Natales und Puerto Toro zu den Gletschern Serrano und Balcemeda. Man trifft oft auf treibende Eisberge in den Fjorden. Benachbarten Nationalparks rund um den Nationalpark Bernardo O'Higgins sind im Osten Torres del Paine (Chile, 50 km) und Los Glaciares (Argentinien) und im Norden der Laguna San Rafael (Chile). Im Nordwesten befindet sich zudem das Alacalufes Reservat, im Südwesten das Katalalixar Reservat. Der Park schließt einen großen Teil des Campo de Hielo Sur Gletschergebietes ein. Eine der Hauptatraktionen ist der Pío XI-Gletscher, der größte Inlandsgletscher des Campo de Hielo Sur. Mit einer Fläche von 1.265 km² und einer Höhe von bis zu 75 m ist der Pío XI der größte Gletscher der Südhalbkugel außerhalb der Antarktis. Der Gletscher ist in den letzten 50 Jahren etwa 10 Kilometer vorgerückt.

 
Parque Nacional Conguillío

In diesem Nationalpark östlich von Temuco hat die Natur die Kombination von wilder Vulkanlandschaft, blauen Bergseen und prächtigen Araukarienwäldern zur Perfektion gebracht. Der Kegelvulkan Llaima führt in der Liste von Chiles Feuerspeiern mit acht Ausbrüchen seit Beginn der Aufzeichnungen, abzulesen an den erkalteten Lavaströmen, die ringsum Wälder begraben, Flüsse aufgestaut und Seen geformt haben. Wanderwege erschließen den Park. Die Anfahrt ist mühselig und nur mit Mietwagen oder im Rahmen einer organisierten Tour möglich.

 
Parque Nacional Lauca

200 Straßenkilometer und 4500 Höhenmeter liegen zwischen Arica am Pazifikrand und dem Altiplano, jener andinen Hochebene, die sich von Peru und Bolivien weit in den chilenischen Norden hineinzieht. In das Länderdreieck schmiegt sich mit dem Nationalpark Lauca ein Naturschutzgebiet, dessen grandiose Erhabenheit ihresgleichen sucht. Schon der Beginn der Fahrt ist spektakulär; die Piste schraubt sich an zahlreichen Geoglyphen, geheimnisvollen Erdzeichnungen aus früheren Kulturen, und gigantischen Schutthängen vorbei durch das Lluta-Tal. Nach 140 km ist Putre erreicht, ein prähispanischer Ort mit hübschen Steinhäusern im Kolonialstil und einer Kirche aus dem 17. Jh. Oberhalb von Putre beginnt der Nationalpark Lauca. Von ewigem Schnee bedeckte Sechstausender, darunter die majestätischen Vulkane Parinacota (6342 m) und Pomerape (6282 m), spiegeln sich im Lago Chungará, mit 4570 m einer der höchstgelegenen Seen der Erde, an dessen Ufern sich Nandus, Flamingos und weitere 130 Vogelarten tummeln. Lamas weiden die Moose und Flechten ab, die scheuen Vikunjas sind selten zu sehen.

 
Parque Nacional Torres del Paine

130 km nördlich von Puerto Natales liegt eines der attraktivsten Reiseziele des Landes. Der Nationalpark Torres del Paine, von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt, zählt zu den wunderbarsten Berglandschaften der Erde. In seinem Zentrum ragen die felsigen Nadeln des Massivs abrupt aus der Steppe auf. Im Norden begrenzt der Dickson-Gletscher das Gebirge, im Süden eine Perlenkette von Gletscherseen und im Westen der Grey-Gletscher. Das granitene Paine-Massiv ist wegen seiner steilen Wände eine Herausforderung für Bergsteiger. Der Zugang zu dieser Märchenwelt aus Eis, Fels und dunklem Wald erfolgt über gut ausgebaute Schotterpisten von Natales aus per Mietwagen oder Linienbus. Schon bei einer Tagestour bekommt man einen ersten Eindruck von den Wildwassern, Gletscherseen und Bergriesen. Die schönsten Ecken erschließen sich freilich nur per pedes. Wanderwege laden zur Entdeckung dieser wildromantischen Landschaft und Tierwelt (Guanakos, Nandus, Kondore) ein - dazu braucht man allerdings ein paar Tage Zeit und die richtige Ausrüstung. Touren organisieren so gut wie alle Reisebüros in Puerto Natales und Punta Arenas. Für Wanderer steht ein Netz von Campingplätzen und Hütten bereit. In dem halben Dutzend über den Park verstreuten Hotels verdoppeln sich in der Saison (Nov.-März) leicht die Preise.

 
Parque Nacional Villarrica

Die Besteigung des Vulkans Villarrica gehört zu den großen Erlebnissen in Chile. Freilich brauchen Sie für die 8-stündige Tour an den rauchenden Kraterrand eine gute körperliche Verfassung - und Sonnenschein, um den tollen Rundblick auf Seen und Vulkane zu genießen. Agenturen in Pucón bieten die Tour an, Ausrüstung inklusive.

 
Pinguinkolonien

In der Nähe von Punta Arenas lassen sich die possierlichen Magellanpinguine gut beobachten. Auf dem Landweg erreicht man die kleine Kolonie am Seno Otway, einer weiten Pazifikbucht, an der die bis zu 70 cm großen Vögel in Erdhöhlen nisten. Markierte Pfade führen durch Teile des Brutgebiets, die Tiere sind an die unmittelbare Nähe der kameraschwingenden Zweibeiner gewöhnt. Noch eindrucksvoller ist die Kolonie auf der kahlen Isla Magdalena in der Magellanstraße, wo bis zu 250 000 Pinguine leben (Tagestour per Schiff).

 
Puerto Montt

Puerto Montt ist eine Stadt in Chiles Süden. Sie hat 160.055 Einwohner (Stand: 2005), eine Fläche von 1.673 Quadratkilometern und ist das Verwaltungszentrum der X Región de los Lagos und der Provinz Llanquihue. Hier leben 16,39 Prozent der Bevölkerung dieser Provinz. Vor allem die Seenregion um Puerto Montt ist sehenswert. Die Stadt selbst bietet einen kunsthandwerklichen Markt und Fischspezialitäten im Hafengebiet Angelmo. Puerto Montt ist Station und Ausgangspunkt diverser Kreuzfahrten (v. a. Patagonien und Chiloé) und auch bei Trekking-Freunden als Ausgangspunkt für Touren beliebt.Vor Puerto Montt liegt die kleine Insel Tenglo. Nördlich der Stadt liegt der riesige Llanquihue-See, ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

 
Puerto Natales

Puerto Natales ist eine Stadt mit rund 19.000 Einwohnern in der Región de Magallanes y de la Antártica Chilena (Region XII) in Chile. Die Hafenstadt Puerto Natales ist die Hauptstadt der Provinz Última Esperanza. Sie liegt rund 250 km nördlich von Punta Arenas am Última-Esperanza-Fjord. Sie wurde im Jahre 1911 gegründet. Puerto Natales verfügt über einen eigenen Flughafen und Hafen. Sie bildet die Ausgangsbasis für Exkursionen in den Nationalpark Torres del Paine und den Nationalpark Bernardo O'Higgins, sowie für Feuerland- und Patagonien-Touren. Per Fähre kann man zur weitentfernten Großstadt Puerto Montt durch Fjorde und Inselketten reisen. Touristen können auch die Pinguin-Kolonien in der Otway-Bay bei Punta Arenas besuchen. Interessant sind auch Reisen zum Serrano-, Balcemeda- und Grey-Gletscher. Als erster erforschte Juan Fernández Ladrillero 1557 die Gegend um Porto Natales auf seinem Weg zur Magellanstraße. Im Gebiet lebten die Ureinwohner Kawéskar und Aonikenk. Im 18. und 19. Jahrhundert wanderten viele Einwanderer aus Deutschland und England ein. Das Gebiet wird hauptsächlich für Schafzucht genutzt. Einen Einblick gibt das Historische Museum von Puerto Natales. Das Klima ist ganzjährig rau, meist mit kalten Winden gepaart.

 
Puerto Willams

Puerto Williams ist ein chilenischer Militärstützpunkt mit ca. 2.700 Einwohnern an der Nordküste der Insel Navarino (Inselgruppe Cabo de Hornos, Feuerland) am Beagle-Kanal. Puerto Williams ist die Hauptstadt der Provinz Antártica Chilena. Diese umfasst die Kommunen Navarino und Antártica. Puerto Williams ist die südlichste Stadt der Welt. Durch die geographische Lage ist der Sommer durch lange Tage (ca. 18 h Tag) sowie durch den Wechsel von relativ warmen, sonnenreichen und regnerisch kalten Tagen geprägt (nachts sinken die Temperaturen signifikant). Die Wintertemperaturen schwanken meist wenig um die Null Grad bei einer gewöhnlich schneebedeckten Landschaft. Die Tage sind zu dieser Jahreszeit sehr kurz (6 h Tag). Die Gegend der Isla Navarino wurde um 1850 von anglikanischen Missionaren besiedelt. Deren Anwesenheit war aufgrund von Krankheiten und schlechten Wetterbedingungen allerdings recht kurz. Um 1890 wurde die Insel Ziel eines kurzen Goldrausches. Martín Gusinde war ein deutscher Priester und Ethnologe, der von 1918 bis 1923 das Volk der Yagán erforschte, heute ist ein Museum nach ihm benannt. Puerto Williams wurde am 23. November 1953 noch unter dem Namen Puerto Luisa gegründet und 1956 in Puerto Williams umbenannt. Zu Ehren von Juan Williams Rebolledo, der 1843 in der Nähe von Punta Arenas ein Fort Fuerte Bulnes zur Absicherung der chilenischen Territorialansprüche und zur Überwachung der Magellanstraße gegründet hatte. Im Dezember 1978 kam es zu kriegerischen Drohungen zwischen Argentinien und Chile. Die Inseln Lennox, Picton und Nueva im Beagle-Kanal wurden zum Streitpunkt, da in der Gegend größere Öl-Reserven vermutet wurden. Der Streit wurde erst durch Vermittlung des Vatikans mit einem Grenzvertrag am 2. Mai 1985 friedlich beigelegt. 2002 erhielt Puerto Williams ein eigenes kleines Kraftwerk, um die Stromversorgung sicherzustellen.

 
Valle de la Luna

Die Kulisse der in allen Farben schillernden Nadelspitzen und Salzberge könnte jederzeit für einen Sciencefictionfilm herhalten. Das »Mondtal« mit seinen bizarren, in der Abendsonne rot glühenden Sand- und Felsformationen trägt seinen Namen mit vollem Recht. Nur 15 km von San Pedro entfernt, lässt es sich bequem am späten Nachmittag per Kleinbus-Tour und noch besser per Mountainbike besuchen.

 
Valle del Elqui

Geduckte Lehmziegelhäuser in Ocker und Rot, spitze Kirchtürme zwischen Papayaplantagen, Weinfelder, die an den Kakteenhängen immer weiter nach oben drängen, ringsum kahle Wüstenberge: Im Valle del Elqui wird wie im Bilderbuch illustriert, wie Menschen seit Jahrtausenden versucht haben, sich in der Wüste zu behaupten. Das Elqui-Tal wurde bereits in vorchristlicher Zeit von den Diaguita besiedelt, die ein effizientes Anbausystem mit Terrassen und Bewässerungskanälen entwickelten. Erhalten geblieben sind ihre schönen Keramikarbeiten, die man u. a. im Gabriela-Mistral-Museum in Montegrande besichtigen kann. In Montegrande liegt auch das Grab von Gabriela Mistral (1889 bis 1957), der mit dem Nobelpreis gekrönten Dichterin, die ihr Heimattal in Poesie gegossen hat. Geboren wurde sie in Vicuña, dem Hauptort des Tal. Ihr Geburtshaus ist heute Museum. Wenige Meter weiter bietet die Casa Madariaga, ein original erhaltener Familiensitz im Kolonialstil, Einblick in die Lebensweise im 19. Jh.. Seinen Ruhm verdankt das Valle del Elqui allerdings weniger den Dichterversen als ganz handfesten Genüssen: Die hier angebauten Weintrauben werden zu Pisco gebrannt, dem chilenischen Nationalschnaps. Mehrere Destillerien im Tal stehen Besuchern offen; lohnender sind eher die kleinen, rustikalen Anlagen wie Tres R im Dorf Pisco Elqui. Von Montegrande führt das geheimnisvolle Valle de Cochiguaz ab, ein Tal, in dem sich zahlreiche Esoteriker, Sonnenanbeter und UFO-Gläubige niedergelassen haben.

 
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