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Aconcagua

Felszitadelle „akon-kahuak“ nannten die Inka den 60km langen, 20km breiten Gebirgstock, de östlich von Mendosa die 3500km lange argentinische Andenkette krönt. Unter den drei Dutzend Sechstausendern Argentiniens, ist der Aconcagua mit 6962m zugleich diei höchste Erhebung der westlichen Hemisphäre. Das dieses Dach Amerikas schon zu prähistorischer Zeit von dem Sonnenkult huldigenden Indios erklommen wurde, bekunden zahlreiche Funde in extremen Höhen. Doch die Trophäe der Erstbesteigung in der Moderne errang der Schweizer Mathhias Zurbriggen 1897 als Teilnehmer der britischen Fitzgerald Expedition.

 
Beagle Kanal

Der Beagle-Kanal ist eine natürliche Wasserstraße im Süden Feuerlands (Südamerika), die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Sie bildet seit 1881 einen Teil des Grenzverlaufs zwischen Argentinien und Chile. Der Kanal hat seinen Namen nach dem Forschungsschiff HMS Beagle, mit dem Robert FitzRoy die Wasserstraße 1831 entdeckte. An seinem nördlichen Ufer befindet sich Ushuaia, die manchen als südlichste Stadt der Welt gilt. Am südlichen Küstenverlauf liegt die Kleinstadt Puerto Williams, die auch als chilenischer Militärstützpunkt fungiert.

 
Buenos Aires

Buenos Aires ist mit seinen geschäftigen Straßen, prächtigen Alleen, altehrwürdigen Cafes und stilvollen Restaurants von seiner Atmosphäre her eher europäisch als südamerikanisch. Es ist eine Stadt der Tragödien und der Begeisterung, eine lebhafte, kosmopolitische Hauptstadt, deren Einwohner für ihr Flair und ihre freche Art bekannt sind, auch in Zeiten der Not. Buenos Aires ist in jeder Hinsicht eine Reise wert. Schlendern Sie durch die Kopfsteinpflasterstraßen und bestaunen Sie den verblassten architektonischen Glanz und die farbenprächtig gestrichenen Metallhäuser, sprechen Sie in einem stimmungsvollen alten Cafe über Weltpolitik und Fútbol (Fußball) und verdrücken Sie dann ein bekanntermaßen köstliches argentinisches Steak, um Kraft für eine lange Partynacht zu tanken. Die Portenos (Bürger von Buenos Aires) sind leidenschaftliche Menschen, von denen viele italienische oder spanische Wurzeln haben. Die ruhelose Energie, die sich in überschwänglicher Körpersprache zeigt, und der tadellose Stil prägen die Stadt, in der schließlich der Tango entstand. Man ist hier auch süchtig nach plastischer Chirurgie und Psychotherapie - die prozentual in nur wenigen Städten der Welt so häufig in Anspruch genommen werden - und hängt permanent am Handy.

 
Cordoba

Córdoba ist mit 1,3 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Argentiniens. Sie liegt etwas nördlich des geografischen Zentrums des Landes, ist Hauptstadt der Provinz Córdoba, größte Stadt der Región Centro sowie industrielles und kulturelles Zentrum Zentralargentiniens mit einer der bedeutendsten Universitäten des Landes, der 1613 gegründeten Universidad Nacional de Córdoba. Wegen vieler Bauten aus der Kolonialzeit wird sie auch von zahlreichen Touristen besucht. Die Stadt befindet sich im Übergangsgebiet zwischen den Sierras de Córdoba im Westen und einer geografisch zwischen Pampa und Chaco aufgeteilten Ebene im Osten, die eines der produktivsten Landwirtschaftsgebiete Argentiniens ist. Sie nimmt für einen weiten Teil des Umlandes sowie in Teilen auch für Nordwestargentinien die Funktion des wichtigsten Verkehrs- und Dienstleistungszentrums ein. Der vollständige Name lautet Córdoba de la Nueva Andalucía (Córdoba von Neu-Andalusien) und wurde von der andalusischen Stadt Córdoba abgeleitet. Córdoba wird im Volksmund wegen der Universitäten und anderen Lehrinstitute auch als La Docta („die Gelehrte“) bezeichnet, ebenfalls als ciudad de las campanas („Stadt der Glocken“) wegen der vielen Kirchen. Heute wird sie von den Bewohnern der Provinz und besonders der Vororte oft nur Capital (Hauptstadt) genannt.

 
Cueva de las Manos pintadas

Felsmalereien findet man in vielen Gebirgs-Gegenden Argentiniens. Besonders berühmt sind dabei die Felsmalereien in der "Cueva de las manos pintadas" (Höhle der gemalten Hände") in der Schlucht des Rio Pinturas im Nordwesten von Santa Cruz. Hier findet man in mehreren Höhlen Darstellungen von Händen, die auf etwa 7350 Jahre v. Chr. datiert wurden. Über ursprüngliche Entstehung und Nutzen dieses archäologischen Wallfahrtsortes weiss man bisher nur wenig. Desweiteren findet man in den Höhlen Malereien von Jagdszenen sowie von Lamas und Pumas, die noch heute in der Gegend beheimatet sind. Es ist anzunehmen, dass die Nachfahren der Stämme, die diese Malereien erschaffen haben, bis zur Ankunft europäischer Siedler im 17. Jh. in diesen Höhlen wohnten.

 
El Calafate

El Calafate ist Hauptstadt des Departamento Lago Argentino und Zentrum des Tourismus für den Nationalpark Los Glaciares mit dem bekannten Gletscher Perito Moreno am Fuß der Anden. Es ist eine rasch wachsende Kleinstadt im Südwesten Argentiniens in der Provinz Santa Cruz am Ufer des Lago Argentino auf etwa 200 Metern Höhe. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde am Standort des heutigen Calafate ein Versorgungspunkt für die Wolltransporte von den umliegenden Estancias aus eingerichtet. 1927 wurde der Ort offiziell von der argentinischen Regierung gegründet, um die Besiedlung der Region voranzutreiben. Der Aufstieg von Calafate begann 1943 mit der Einrichtung der Verwaltung des Nationalparks Los Glaciares (1946 fertiggestellt). Die Parkverwaltung war lange Zeit die wichtigste Institution der zunächst nur etwa 100 Einwohner zählenden Ortschaft, sie kümmerte sich um die Stromversorgung, den Straßenbau sowie die Einrichtung des ersten Hotels im Dorf. In den letzten 30 Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte der Ort dagegen eine Eigendynamik, als der Tourismus auch in von den Hauptballungszentren Argentiniens weiter entfernten Regionen populär wurde, was die Anzahl der Hotels und Gastronomieeinrichtungen sowie die Einwohnerzahl besonders seit den 1980er-Jahren sprunghaft ansteigen ließ. Das Stadtbild hat sich entsprechend gewandelt: von einem staubigen Ort zu einer hübsch aussehenden Stadt mit abwechslungsreichen Holzhäusern an gepflasterten Straßen. Die Hänge mit Aussicht auf den See werden großflächig bebaut.

 
El Chaltén

El Chaltén ist ein kleines Dorf in Patagonien im Süden von Argentinien. Es liegt im Departamento Lago Argentino in der Provinz Santa Cruz, nahe der chilenischen Grenze am nördlichen Rande des Nationalparks Los Glaciares. Der Ort wurde am 12. Oktober 1985 gegründet und gehört damit zu den jüngsten Ortschaften Argentiniens. Das Dorf El Chaltén bietet den direktesten Zugang zu den Bergmassiven des Cerro Torre und des Fitz Roy. Letzterer heißt in der Sprache der Ureinwohner, der Tehuelche-Indianer, El Chaltén. Das bedeutet in ihrer Sprache "Vulkan" (der Fitz Roy ist aber kein Vulkan). Das Dorf, das nur über eine stundenlange Busfahrt auf Schotterpisten (z. B. von El Calafate aus) zu erreichen ist, beherbergt im Winter nur etwa 100 Einwohner. Es verfügt über keine Industrie und kaum Landwirtschaft. Die Gründung wurde erst vor kurzem durch die argentinische Regierung maßgeblich wegen Grenzstreitigkeiten vorangetrieben. Dadurch sollte der Anspruch auf das Territorium untermauert werden. Dies sorgt anhaltend für Polemik, da beide Länder vertraglich festsetzten, die Zugehörigkeit dieser Region erst in näherer Zukunft zu definieren.

 
Esteros del Iberá

Abenteuerreisen in die Sümpfe von Iberá in der Nachbarprovinz Corrientes veranstalten viele Reiseunternehmen. Kaimane, Wasserschweine und tropisches Flair gehören zu den Fotosafaris und Reitausflügen, die für die Gäste der Estancias Atalaya (in Itatí) und La Pelada (in Esquina,) organisiert werden. Itatí ist ein winziger Hafen am Río Paraná. Die ältesten Bauwerke des Ortes (4600 Ew.) wurden 1615 von Jesuitenpadres gebaut.

 
Falklandinseln

Die Falklandinseln bestehen aus etwa 200 Inseln, deren wichtigste Westfalkland und Ostfalkland mit je etwa 6.000 km² sind (140 x ca. 50 km). Die nördlichen Teile der beiden Hauptinseln sind von Hügelketten überzogen. Sie verlaufen in West-Ost-Richtung und erreichen im Mount Usborne auf Ostfalkland 708 m Höhe. Der zweithöchste Berg heißt Mount Adam und befindet sich auf Westfalkland. Zwischen Ost- und Westfalkland verläuft der breite Falklandsund, an dem Port Howard liegt. Auch die Ostinsel selbst wird von einem langen Fjord beinahe in zwei Hälften geteilt; an ihrer zum Atlantik blickenden Ostküste liegt die Hauptstadt Stanley mit rund 2.000 Einwohnern. Von den übrigen 200 Inseln sind nur etwa fünf größer als 10 km². Die heutige Landschaft der Falklandinseln wurde durch die wiederholten Vergletscherungen im Eiszeitalter geformt. Dabei bildete sich vor allem eine glaziale Abtragungslandschaft. Fjorde, Rundhöcker und durch das Eis geformte Seen sind typisch. In der Nacheiszeit sind viele Landstriche aufgrund des feuchtkalten Klimas vermoort.

 
Feuerland

Feuerland (span.: Tierra del Fuego) ist eine Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas. Vom Festland ist Feuerland durch die Magellanstraße getrennt. Die Inselgruppe hat eine Landfläche von 73.746 km², davon die Hauptinsel 47.000 km² und rund 251.000 Einwohner. Im östlichen, argentinischen Teil leben etwa 151.000 Menschen, im westlichen, chilenischen Teil etwa 100.000 Menschen. Feuerland wurde 1881 durch den Meridian 68° 36' westlicher Länge in einen östlichen Teil für Argentinien (heute die Provinz Tierra del Fuego und einen westlichen Teil für Chile (heute die Magallanes) aufgeteilt. Wichtige Orte auf Feuerland sind Río Grande und Ushuaia im argentinischen sowie Porvenir und Puerto Williams im chilenischen Teil. Mehrere Orte behaupten von sich, die südlichste Stadt der Welt zu sein, darunter Ushuaia, Puerto Williams und das auf dem chilenischen Festland liegende Punta Arenas. Erste Berichte über Feuerland stammen von der Expedition Ferdinand Magellans, der im Oktober 1520 als erster Europäer die nach ihm benannte Magellanstraße entdeckte und mit drei Schiffen auf dem Weg zu den Gewürzinseln durchfuhr. Der von ihm während der über 20 Tage dauernden Passage beobachtete Schein der Lagerfeuer der Ureinwohner gab der Inselgruppe den Namen. Magellan selbst nannte den Seeweg Estreito de Todos los Santos (dt. Allerheiligenstraße). Es gibt jedoch keine gesicherten Nachweise, dass Magellan Feuerland tatsächlich betreten hat.

 
Fitz-Roy Gebirgskette

El Chalten ist eine der Hauptattraktionen für Reisende in Patagonien - ein kleines, gemütliches und dennoch schnell wachsendes Dorf in einem hübschen Flusstal. Reisende kommen wegen der außerordentlichen, schneebedeckten Spitzen der Fitz-Roy-Gebirgskette hierher, die jede Menge erstklassige Wander- und Camping-Möglichkeiten bieten und eine der beeindruckendsten Berglandschaften überhaupt. Kletterer aus aller Welt werden angelockt, um den Cerro Fitz Roy (3441 m ) und andere Berggipfel zu erklimmen. Man sollte sich gut auf Wind, Regen und kalte Temperaturen vorbereiten, sogar im Sommer, wenn die Gipfel verhangen sein können. Wenn die Sonne jedoch scheint ist El Chalten das Paradies auf Erden. Man sollte es sich aber bald ansehen, denn die Straße nach El Calafate wird gerade asphaltiert und so wird es sicher Veränderungen geben. Sämtliche Quellen in der Gegend haben Trinkwasserqualität, darum sollte man helfen, sie sauber zu halten.

 
Iguazú Wasserfälle

Die Iguazú Wasserfälle oder "große Wasser" (Guaraní-Sprache) zählen neben den Niagara- und Victoriafällen zweifelsohne zu den atemberaubendsten Naturspektakeln der Erde. Ihre Höhe, ihre Kraft und ihr Getöse lassen den Besucher erschauern. Sie sind ein unvergessliches Erlebnis. Um die nicht nur bezüglich ihrer Höhe sondern auch ihrer Fläche immensen "Cataratas del Iguazu" wirklich genießen zu können, sollte man einen mehrtägigen Aufenthalt einplanen. Die Wasserfälle wurden zum ersten Mal 1541 von Alvarez Nuñez Cabeza de Vaca gesichtet, der via den heutigen Landweg vom Südatlantik kommend den heutigen brasilianischen Bundesstaat Santa Catalina durchquerte, um die paraguayische Hauptstadt Asunción zu erreichen. Von den enormen Fällen beeindruckt, nannte er sie "Saltos de Santa María", was aber später in "Cataratas del Iguazu" umbenannt wurde ("Grosse Wasser" in der Ureinwohner-Sprache). Die insgesamt 275 Wasserfälle dieses weit verzweigten Grenzflusses zwischen Argentinien und Brasilien mit seinen zahlreichen Flussinseln erreichen bis zu 72 m Höhe auf einer Gesamtfläche von 2,5 km. Man kann sie von der brasilianischen und der argentinischen Seite her betrachten. Einerseits kann man sich mit dem Schlauchboot bis an ihren Sockel heranwagen, anderseits können sie von ihrem oberen Ende aus bestaunt werden. Eine Menge verschlungener Pfade führen an die verschiedenen Wasserfälle heran. Der Parcours führt durch eine geschützte Fauna und Flora. Der Iguazú Nationalpark ist so dicht bewachsen wie der Dschungel des Amazonas und beheimatet Affen, Papageien und Schlangen. Aber auch Jaguare, Kaimane und Tapire sind hier zu finden. Es gibt mehr als 500 verschiedene Arten von Schmetterlingen und singende Vogelschwärme, die sich im Wassernebel vergnügen. Die Jagd dieser Tierarten wird durch eine Waldschutzpolizei unterbunden.

 
La Boca

Das Hafenviertel südlich von San Telmo am Fluss Riachuelo hat sich seit den Zwanzigerjahren des 20. Jhs. nicht wesentlich verändert. La Boca war das Armenviertel der Großstadt. Hier fanden italienische Fischer, Basken, Kroaten und Galicier Arbeit an den Docks. Geld gab es kaum, zum Hausbau benutzte man Wellblech und Holzlatten. Oft wurden die Hafenarbeiter in Naturalien bezahlt, dazu gehörten auch die Reste von Schiffslack. So erklärt sich die pittoreske Bemalung der Behausungen. Auch heute noch werden sie von den Hafenarbeitern bewohnt. Besonders gut erhalten sind die verschachtelten Häuschen am Caminito, der Gasse zwischen den Straßen Magallanes und Del Valle Iberlucea.

 
Lago Argentino

Der Lago Argentino ist ein See von etwa dreifacher Bodenseegröße im südlichen Argentinien, der Provinz Santa Cruz. Es ist der grösste See in Argentinien und über 15.000 Jahre alt. Er wird von mehreren Gletschern gespeist, darunter dem grössten Gletscher von Südamerika, dem Upsala-Gletscher und dem bekanntesten, dem Perito-Moreno-Gletscher. Der See entwässert über den Fluss Santa Cruz in den Atlantik. Das westliche Ende des dort stark verzweigten Sees reicht bis in die Anden. Die Gletscherzungen des südlichen Eisfeldes münden an mehreren Stellen in den See. Weltberühmt ist der Gletscher Perito Moreno, von dessen 50 m hoher Gletscherfront riesige Eisberge in den See abbrechen. In manchen Jahren teilt die Gletscherzunge einen Teil des Sees ab. Dann staut sich der eine Teil auf bis der Druck der Wassermassen zu groß wird und die Gletscherzunge in einem wilden Spektakel zerbirst. Der See ist Teil des Nationalparks Los Glaciares.

 
Magellanstraße

Die Magellanstraße (Lateinischer Name: "Fretum Magellanicum") ist eine Meerenge mit zahllosen Inseln und Seitenkanälen zwischen dem südamerikanischen Festland (Chile, Argentinien) und der Insel Feuerland (Tierra del Fuego). Die Magellanstraße ist 373 Seemeilen lang und an der engsten Stelle 2,5 Seemeilen breit. Sie verbindet den Atlantischen mit dem Pazifischen Ozean. Ihre größte Bedeutung hatte sie in der Zeit vor dem Bau des Panama-Kanals, aber auch heute noch wird sie von vielen Schiffen befahren und gilt als gefährliches Gewässer. Der Unterschied im Wasserstand der durch den südamerikanischen Kontinent getrennten Ozeane sowie die in Patagonien herrschenden starken Winde verursachen starke Strömungen, gefährliche Fallwinde und Wellen. Der portugiesische Generalkapitän Fernando Magellan fand 1520 diese Durchfahrt auf seiner Weltumsegelung mit einer Flotte. Am 21. Oktober, dem Tag der 11.000 Jungfrauen, sichtete Magellan in der Nähe des 52. Breitengrades ein Kap und nannte es "Kap der Jungfrauen" - Cabo Virgenes. Ein furchtbarer, mehr als 36 Stunden dauernder Sturm trieb am 1. November, dem Allerheiligen-Tag, zwei seiner Schiffe in eine Bucht, die sich im weiteren Verlauf als Durchfahrt vom Atlantischen zum Pazifischen Ozean erwies. Magellan gab diesem Kanal zunächst den Namen Estreito de Todos los Santos (Kanal von Allerheiligen).

 
Mendoza

Mendoza ist die Hauptstadt der gleichnamigen argentinischen Provinz und hat mitsamt ihrer Vororte etwa 1,1 Millionen Einwohner. Sie trägt wegen ihres Klimas und ihrem Weinbau den Beinamen Stadt der Sonne und des guten Weines. Mendoza liegt auf 707 Metern Höhe im zentralen Westen Argentiniens am Fuß der Andenkordillere, die an dieser Stelle die höchsten Erhebungen (Cerro Aconcagua: 6962 m) aufweist. Die Landschaft ist eine karge Trockensteppe, die aber in der unmittelbaren Umgebung der Stadt bewässert wird, so dass Weinbau möglich wird. Das Klima ist trocken, sonnig und von den Temperaturen her gemäßigt. Die Gegend, in der Mendoza liegt, wird auch als Cuyo bezeichnet. Der dominierende Wirtschaftszweig ist der Weinbau und die daraus resultierende verarbeitende Industrie. Weiterhin ist die Erdölförderung und -Verarbeitung von Bedeutung. Zudem gilt Mendoza als das Tor zu Chile mit dem nahegelegenen Großraum Santiago de Chile und ist daher eine wichtige Handelsmetropole.

 
Nationalpark Los Alerces

Der weitläufige Nationalpark Los Alerces in den Anden dient zum Schutz von umfangreichen Beständen des Alerce-Baumes (Fitzroya cupressoides), eine große, langlebige Konifere der regenreichen valdivianischen Wälder. Weitere häufig anzutreffende Bäume sind die Zypresse, die Weihrauchzeder, Südbuchen und der Arrayán. Das Colihue-Unterholz (eine Bambus ähnliche Pflanze) ist fast undurchdringlich. Die zurückgehenden Gletscher der Los Alerces Berge, die kaum 2300 m erreichen, haben nahezu kristallklare Seen und Bäche hinterlassen. Stürme aus westlicher Richtung sorgen für fast 3000 mm Niederschlag im Jahr, die Sommer aber sind mild und die östliche Gegend des Parks ist viel trockener. Ein Informations-Center bietet nähere Erläuterungen.

 
Nationalpark Los Glaciares

Wenige Gletscher auf Erden können sich mit dem Treiben und der Aufregung rund um den blaustichigen Gletscher Perito Moreno messen, dem Höhepunkt des Nationalparks Los Glaciares. Die 60 m hohen gezackten Spitzen des Eisbergs brechen regelmäßig ab und fallen mit einem donnernden Krachen und riesigem Aufspritzen ins Wasser. Dabei entstehen kleine Flutwellen und große schwankende Eisberge, was so aufregend ist, dass sich die Nackenhaare aufstellen. Der Perito Moreno Gletscher ist wie dafür geschaffen, eine Touristenattraktion zu sein. Die ideal gelegene Península de Magallanes ist dicht genug am Gletscher, um einen herrlichen Panoramablick zu bieten, aber weit genug entfernt, um dort sicher zu sein. Eine lange Reihe von Stegen und Plattformen verschaffen jedem einen tollen Ausblick. Sich ein paar Stunden dort die Zeit zu vertreiben, sich einfach nur den Gletscher anzusehen und auf das nächste große Kalben zu warten, kann eine existenzielle Erfahrung sein.

 
Nationalpark Talampaya & Valle de la Luna

Zwei atemberaubende Naturwunder auf einen Schlag - direkt nebeneinander liegen diese beiden grandiosen, bizarren Erosionslandschaften, nur von der Provinzgrenze zwischen San Juan und La Rioja getrennt. Das Valle de la Luna (Mondtal), vergleichbar mit den US-Nationalparks Zion oder Bryce Canyon, wenn auch mit mehr Fossilien bestückt, liegt ca. 320 km nördlich von San Juan. Wer den Ausflug hierhin selber plant, sollte im nahen San Agustín de Valle Fértil übernachten. Zwar kann man diesen abgeschiedenen, kleinen Ort auch per Bus erreichen, doch hat man hier mit dem Auto viel bessere Möglichkeiten, die Parks zu besichtigen. Auch nach dem Namen eines Indianerhäuptlings Ischigualasto genannt, umfasst das Valle de la Luna zusammen mit Talampaya ein etwa 6000 qkm großes Gebiet. Empfehlenswert ist zunächst ein Besuch des Museums am Parkeingang von Ischigualasto (präparierte Tiere, Modelle von Gesteinsformationen). Anschließend kann man sich von Parkwächtern auf einer 50 km langen, atemberaubenden Rundfahrt, die in eine ca. 220 Mio. Jahre zurückliegende Welt führt, herumführen lassen. Man fühlt sich tatsächlich wie in eine Mondlandschaft versetzt: Wind und Wasser haben dem weichen Gestein ihre neuen Formen gegeben, die gipsgrauen Flächen sind dicht mit bunt gestreiften Kegeln, Terrassen und Balkonen aus Gestein durchzogen. So verdankt das Valle Pintado - das "gemalte Tal" - seinen Namen den Steinsegmenten, die von Kupfersulfat und Eisenoxid gefärbt sind. Da der Wind Formen in den weichen Untergrund gearbeitet hat, ist das Valle de la Luna aber auch ein eigentliches Freilichtmuseum für natürliche Skulpturen, die mit griffigen Namen wie "Aladins Wunderlampe", "Mönch", oder "Unterseeboot" benannt wurden. Auch für Besucher ohne besonderes geologisches Interesse sollte die bizarre Entrücktheit dieses wüstenhaften Steinlabyrinths einen der Höhepunkte einer Argentinienreise darstellen. Auch ist hier der Massentourismus noch nicht sehr weit fortgeschritten. Die Fortsetzung der märchenhaften Erosionslandschaft liegt im Gebiet des Talampaya Parks in der Provinz La Rioja. Man kann hier mit einem Parkwächter durch einen Canyon fahren, der neben wundersamen Gesteinsformationen auch einige mit tausende Jahre alten Hieroglyphen verzierte Steine enthält. In diesem natürlichen Habitat nisten übrigens auch Wildvögel, die von den Felsen hinuntersegeln.

 
Palermo

Das Stadtviertel Palermo teilt sich in vier: das schicke Palermo Chico, das Designerviertel Palermo Viejo, daneben das vom Showbusiness geprägte Palermo Hollywood und das eigentliche Palermo, wo sich die große Parkanlage der Bosques de Palermo ausbreitet, die vom französischen Landschaftsarchitekten Carlos Thays gegen Ende des 19. Jhs. angelegt wurde. Knotenpunkt des Stadtteils ist die Plaza Italia, Haltestelle für Busse aus allen Richtungen und für die grün gekennzeichnete U-Bahn-Linie D. Von dort aus kann man die Sehenswürdigkeiten des barrios bequem zu Fuß erreichen. Folgen Sie der Av. Sarmiento nordostwärts, können Sie im Park, der im Frühling unter den Blüten der zahlreichen Jakarandabäume lila leuchtet, durch den Rosengarten oder im Jardín Japonés spazieren, den Südhimmel im Planetarium.

 
Parque Nacional de Iguazu

Im Parque Nacional de Iguazú werden Sie Zeuge eines unvergesslichen Naturschauspiels. Die großen Wasser, wie die Guaraní die Wasserfälle nennen, stürzen sich aus 70 m Höhe in die hufeisenförmige Schlucht. Die Front der Fälle, in ein weites Delta mit zahllosen Inseln aufgefächert, misst 2,7 km. Die Luft flirrt vor Hitze, gewaltige Gischtmassen lassen bei Sonnenschein kleine Regenbogen entstehen, die gesamte Gegend ist von einem ständigen Dröhnen erfüllt. Hier, im äußersten Nordosten Argentiniens, fallen jährlich 2000 mm Niederschlag. Nachts steigt die Luftfeuchtigkeit auf 90 Prozent, und die warmen Tagestemperaturen lassen die gesamte Gegend zu einem fruchtbaren Treibhaus werden, in dem die Natur so üppige Formen annimmt wie im Paradies. Der Regenwald bringt gewaltige Baumriesen hervor wie den bis zu 40 m hohen Lapacho Negro sowie zahlreiche Edelhölzer, Bambusgewächse, Guavenbäume und wilde Papayas, Tausende von Ficusgewächsen und unzählige leuchtende Orchideen, Lianengewächse und Kletterpflanzen, Malven mit spinnenförmigen Früchten und grazile Palmen. Schwergewichtige Tapire (300 kg) und kleine Hirsche durchstreifen das Unterholz nach Früchten. Riesige Rudel von Warzenschweinen machen die Gegend unsicher, und auf den Bäumen leben Kapuziner- und Brüllaffen. Neun verschiedene Arten von Beuteltieren ernähren sich von Insekten und Früchten. Sie werden selbst zur Beute, wenn Jaguar, Puma, Wildkatze, Berglöwe, Frettchen, Fuchs und Waschbär auf die Jagd gehen. Nachts gehört der Park den Fledermäusen, selbst der Blut saugende Vampir gehört dazu. Tagsüber wimmelt es von Schmetterlingen und Vögeln. Papageien, Kolibris, Spechte und Tukane buhlen um Aufmerksamkeit. Dem Pfefferfresser, Wahrzeichen der gesamten Region, sagen die Guaraní sogar magische Kräfte nach. Man sollte wegen der teilweise giftigen Schlangen keinesfalls in Sandalen durch das Buschwerk laufen.

 
Patagonien

Patagonien bezeichnet den Teil Südamerikas, der sich südlich der Flüsse Río Colorado in Argentinien und Río Bío Bío in Chile sowie nördlich der Magellanstraße befindet. Allerdings gibt es keine genau festgelegte Abgrenzung. Patagonien wird in zwei durch die Anden voneinander getrennte Großlandschaften unterteilt. Es besteht aus Westpatagonien, das überwiegend zu Chile gehört, und dem größtenteils zu Argentinien gehörenden Ostpatagonien. Oftmals wird auch das südlich der Magellanstraße gelegene Feuerland zu Patagonien gerechnet. Patagonien ist sehr dünn besiedelt. Die mittlere Bevölkerungsdichte liegt bei etwa 2 Einwohnern/km², in Santa Cruz sogar unter 1 Einwohner/km².Landschaftlich ist es durch steppenartige Ebenen geprägt, die Pampas. Der chilenische Teil Patagoniens ist geprägt durch das feuchte, kühle Klima der Westanden und durch den dazugehörigen Valdivianischen Regenwald. Der argentinische Teil liegt im Regenschatten der Anden und ist sehr trocken. Charakteristisch ist der immerwährende starke Wind. Im Westen liegt das chilenische Inlandeis, die größte zusammenhängende Eismasse außerhalb der beiden Pole. Im Westen gehört der südliche Abschnitt der Anden zu Patagonien, im Süden die subantarktische Inselregion Feuerland. Charakteristische Vertreter der patagonischen Tierwelt sind das Guanako, der Nandu und der Kondor. Die zahlreichen Seen Patagoniens sind Heimat für Flamingos und zahlreiche andere Wasservögel.

 
Peninsula Valdés

Seelöwen, Robben, Wale und eine ganze Menge Seevogelarten (Maguelan-Pinguine, Seeschwalben, Flamingos, Reiher) machen den unverzichtbaren Reiz dieser Halbinsel aus, die zu Südamerikas interessantesten Naturreservaten gehört. 3600 qkm Fläche und 400 km Küstenlinie umfasst dieser Park, der die grösste Halbinsel Argentiniens bildet. Die wärmeren, eingeschlossenen Gewässer im Golfo Nuevo, Golfo San José und die Küste bei Caleta Valdés von Punta Norte bis Punta Hércules sind Brutgebiete zwischen Juni und Mitte Dezember. Inmitten der Halbinsel befindet sich einer der tiefsten Punkte des Kontinents, die zwei Salzpfannen Laguna Chica und Laguna Grande (42 m u.d. Meeresspiegel). Das einzige Dorf heißt Puerto Pirámides. Die beste Zeit um See Elefanten zu beobachten ist von November bis März. Zwischen Juli und Dezember kann man nahe der Küste auch Wale sehen (Paarungszeit: September-Dezember), die von Jahr zu Jahr in immer größerer Anzahl hierher kommen. Man kann die reichhaltige submarine Flora und Fauna auch in Tauchtouren besichtigen.

 
Perito Moreno Gletscher

Der Perito Moreno Gletscher in der patagonischen Provinz Santa Cruz gehört zweifellos zu den größten Naturspektakel der Welt - und dies nicht nur alle 3-4 Jahre, wenn er durchbricht und dabei ein wahrlich unvergessliches Schauspiel bietet. Erfahrungsgemäss braucht das Gletschereis so lange, bis es über einen Seitenarm des Argentino-See hinausgewachsen ist. Dann steigt der Wasserdruck im abgeschnitten Seeteil (Brazo Rico) derart an, dass er sich in einem spektakulären Durchbruch entladen muss, wobei in der Umgebung die Erde zu Beben beginnt und die Bäume erzittern. Doch auch wenn man zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend ist, ist die über 4 km lange und 60 m hohe, aus vielen Eistürmen bestehende Gletscherwand stets ein außergewöhnliches Erlebnis. Unablässig ist sie voller Bewegung und fremder Laute. Die ganze Zeit lösen sich Eisstücke und stürzen unter gewaltigem Getöse in den See, der von dunkelblauen Eisbergen gekrönt ist. Und wenn man den Gletscher einen ganzen Tag lang vom gegenüberliegenden Ufer beobachtet, wechselt er durch die Sonneinstrahlung auch seine Erscheinung. In diesem Teil des Nationalpark Los Glaciares befinden sich aber auch eine Reihe andere eindrückliche Eisfelder wie der Upsala Gletscher (mit 595 qkm wohl einer der größten der Welt) oder die Onelli- und Spegazzini-Gletscher in märchenhafter bewaldeter Umgebung, wo viele schützenswerte Pflanzen gedeihen. Etwas weiter im Norden des Parks liegt überdies der Cerro Fitz Roy (ca. 3400 m), eine immense, formvollendete Granitpyramide, die man aus der Nähe bestaunen kann. In dieser Region kann man eine Menge Sportarten machen, darunter Eisklettern, Trekking, Reiten, Bootfahren. Der Nationalpark Los Glaciares ist bequem von den nahegelegenen, gut ausgebauten Touristenzentren El Chaltén und El Calafate erreichbar.

 
Quebrada de Humahuaca

Mineralfarben glänzende Berge säumen diesen kargen und doch überwältigenden Canyon, der einst zu einer Handelsroute namens Camino Inca gehörte. Uralte Kirchen aus Lehmziegeln, fotogene traditionelle Dörfer, zerfallende alte Ruinen und eine reiche Kultur der Eingeborenen stellen die Höhepunkte der Region. Und es ist zudem noch Weltkulturerbe der UNESCO.

 
Río de la Plata

Als Río de la Plata (spanisch für Silberfluss) wird der gemeinsame 290 km lange und bis zu 220 km breite Mündungstrichter der großen südamerikanischen Ströme Paraná und Uruguay bezeichnet. Den Namen erhielt diese Flussmündung vermutlich dadurch, dass die Silbervorkommen im heutigen Bolivien über ihn verschifft wurden. Sucre, die offizielle Hauptstadt Boliviens, hieß damals Charcas, wurde aber auch La Plata genannt. Andere Quellen gehen davon aus, dass der Name daher rührt, dass in dieser Region zunächst bedeutende Silbervorkommen vermutet wurden. Die Vermutung gründete sich wahrscheinlich auf den Umstand, dass die Entdecker, die zusammen mit Juan Díaz de Solís 1516 an der Mündung des Río de la Plata Schiffbruch erlitten, von den dort lebenden Indios mit Silberschmuck beschenkt wurden. Unter den wenig später in dieses Gebiet aufbrechenden Eroberern verbreitete sich die Mär von einer Sierra de la Plata, einem Berg mit reichhaltigem Silbervorkommen. Wie sich später herausstellte, war die Vermutung falsch.

 
San Carlos de Bariloche

San Carlos de Bariloche ist eine Stadt in Argentinien in der Provinz Río Negro. Sie ist die Hauptstadt des Departamento Bariloche und liegt am Fuße der Anden. Sie ist von Seen und Bergen umgeben. Sie ist mit 126.023 Einwohnern die größte Stadt der Provinz und ist wegen ihrer Lage in einer grünen Berglandschaft ein bedeutendes Fremdenverkehrszentrum mit einer Besucherzahl von bis zu einer Million Touristen pro Jahr. Der Ort ist berühmt für sein Skigebiet am Cerro Catedral aber auch für die schöne Landschaft, die zum Klettern und Wandern einlädt.

 
San Telmo

Einst die vornehmste Wohngegend der Hauptstadt, wurde der Stadtteil San Telmo Ende des 19. Jhs. fluchtartig von den Bürgern verlassen, als hier eine Gelbfieberepidemie ausbrach. Wer es sich leisten konnte, zog aufs Land, nach San Isidro, das nun zur neuen Residenz der vornehmen porteños wurde. Die riesigen Herrenhäuser in San Telmo wurden unterdessen zu Mietskasernen für Immigranten umfunktioniert, viele kleine Läden und Hinterzimmerkneipen entstanden in jener Zeit. Schmuddelige Hinterhöfe und enge Kopfsteinpflasterstraßen prägen auch heute noch das Bild des romantischen Stadtteils. Rund um die Plaza Dorrego, auf der sonntags ein beliebter Flohmarkt veranstaltet wird, gruppieren sich Antiquitätengeschäfte und Tangocafés. Längst haben auch die porteños San Telmo wieder entdeckt und besuchen seine vielen Restaurants.

 
Tren a las Nubes - Zug in die Wolken

Eine atemberaubende Fahrt durch 21 Tunnels, über 29 Brücken und 13 Viadukte in schwindelerregende Höhen - das ist der Tren a las Nubes - der "Zug in die Wolken"! 1921 begannen die 27 Jahre dauernden Arbeiten an dieser spektakulären Eisenbahnlinie, welche die pittoreske nordwestargentinische Grosßtadt Salta auf 1200 m ü.M. als Ausgangspunkt hat, sich bis auf 4500 m ü.M. hochschraubt und auf der anderen Seite der Anden in Chile endet. Die touristisch erschlossene Strecke zwischen Salta und der letzten größeren argentinischen Ortschaft vor der chilenischen Grenze namens San Antonio de los Cobres überwindet dabei über 2800 Höhenmeter auf 185 km Länge. Schon die ersten beiden Reisestunden sind aufregend. Aus dem grünen Salta und seiner blühenden Umgebung kommend, kann man mitverfolgen, wie sich das Tal immer mehr verengt, die Felswände immer schwindelerregender in die Höhe ragen, die grünen Oasen kostbar wie Smaragde schimmern. Die Zeit scheint in dieser unendlichen Welt von steinernen, grauen Wellen stillzustehen. In der engen Schlucht Quebrada del Toro beleben nur 10 m hohe Kandelaber-Kakteen die kahlen bunten Felswände. Die Linie führt im Zickzack über Berggrate, durchquert mehrere weitere Schluchten und erreicht die höchste argentinische Eisenbahnstation Abra Muñano auf 3940 m ü.M. Kurz nach dem abgeschiedenen Minenort San Antonio de los Cobres wird noch der spektakulärste Viadukt der ganzen Linie (La Polvorilla (224 m lang, 65 m hoch)) befahren. Gerade hier spürt man die Magie und Erhabenheit der über 6000 m hohen Andengipfel besonders, bevor es wieder zurück nach Salta geht. Warme Kleidung und eine gute körperliche Verfassung (Prävention der Höhenkrankheit) sind für diese Fahrt ein Muss! Ärztliche Betreuung und Sauerstoff ist üblicherweise im Zug vorhanden. Besonders abenteuerlich eingestellte Globetrotter können in einem Güterzug mit angehängten Personenwaggons die ganze Fahrt über die unendlich weite Hochebene des argentinischen Altiplano inmitten der majestätischen Kordilleren bis nach Chile wagen. Der chilenische Abschnitt hinunter zum Pazifik heißt dann bezeichnenderweise "Tren a la costa" - Zug zur Küste.

 
Valle de la Luna/Reserva Provincial Ischigualasto

500 km nördlich von Mendoza (über San Juan) bildet das Tal von Ischigualasto zusammen mit dem Tal von Talampaya eine etwa 6000 km² umfassende Erosionslandschaft. Zahlreiche Science-Fiction-Filme sind in dieser unglaublichen Felsenwelt gedreht worden. Wind und Wasser haben dem Gestein natürliche Skulpturen abgerungen, die von den Einheimischen z. B. Sphinx, Stuhl und Kiosk genannt werden. Zwischen Staub und Felsen findet man immer wieder versteinerte Farne und Gräser, die davon zeugen, dass hier vor Urzeiten ein anderes Klima geherrscht hat. Der nach einem Indianerhäuptling benannte Naturpark Ischigualasto umfasst 620 km², von denen aber nur 150 km² zugänglich sind. Es empfiehlt sich zunächst, das Museum am Eingang zu besuchen, in dem die Gesteinslandschaft in klein nachgebaut ist. Parkwächter begleiten die Besucher auf der 40 km langen Rundfahrt, die in eine 200 Mio. Jahre zurückliegende Dinosaurierwelt versetzt.

 
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